Full text: Handbuch der vergleichenden Statistik- der Völkerzustands- und Staatenkunde

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SCHWEDEN. 
Finanzen. 
35’70i,(ia(> 
12’112,031 
4’97i»,85ü 
2’400,U00 
3’333,333 
404,000 
2’517,87() 
9’800,270 
35’553.'300 
a. Ordentl. Ausgaben ; Hof 1’230,000, Justiz 2’185,300, Auswärti 
ges 479,200, Kriegswesen 9’20H,20U, Marine 3’593,700, Inneres 
3’70G,800, Finanzen 5’552,300, Cultus u. Unterricht 4’032,000, 
Pensionen 1’264,500 31’250,000 
Bleibt Ueberschuss 1’(»59,500 
b. Ausserord. Ausgaben: für 3 Jahre zus 
(davon; Schuld 12’283,905) 
Deckungsmittel für die ausserord. Ausgaben : 
1) Ueberschuss aus frühem Finanzperioden 
2) Obiger Ueberschuss von 1’059,950 in 3 Jahren 
3j aus Anleihen 
4) Ueberschuss aus den Einnahmen der Nationalbank . . . 
5) Karten- und Zeitungsstempel 
0) Kopfsteuer von 1803 
7) Verschiedene Einnahmen ¡ ' 
Zus. ausserord. Einnahme 
Unter den Einkünften ist der Zollertrag besond. gestiegen ; 1821 nur 
1’584,Ü42, 1831 2’041,087, 1840 3’000,203, hob sich derselbe 1854 auf 7’43S 305, 
1855 auf 8’910,243, und ist jetzt veranschlagt zu 13% Mill. Ebenso stieg die 
Branntweinsteuer von früheren 080,000, 1855 auf mehr als 3 Mill., 1S59 auf 
6’770,000 und findet sich nun mit 8’400,000 Kthlr. veranschlagt*). 
Ordentl. und ausserordentl. Budget zusammengefasst, ergeben sich iähr- 
hch 44’700,020 Rthlr. Einn. und 43’151,545 Bedarf 
Schuld. 1819 ward die auswärtige, anfangs der 1810 Jahre die ge- 
wöhnl. inländische Schuld getilgt. Allein es circulirte damals für unge- 
iUhr 22 y4 Mill. I apiergeld. 1852 und 53 wurden zwei Anlehen au (ge 
nommen, das erste von 450,000 .P zu provinziellenLandverbesserungen, 
4%, das zweite von 3 Mill. Mrk. Beo. Die grosse Geldkrise von 1857 
veranlasste, Jan. 1858, den Abschluss eines (iproc. Anlehens von 12 Mill. 
Rthlr. zur Unterstützung des Handelsstandes. Ein Anlehen von 20 Mill. 
Rthlr. zu 5®/«% in 40 Jahren zu amortisiren, ward für den Eisen 
bahnbau aufgenommen (negozirt bei Johns in Stockholm). Ein weiteres 
5% Anlehen von 25 Mill, diente zunächst für Eisenbahnbauten, dann 
aber auch zur Liquidirung des noch unbezahlten Rests (von 9 Mill.) der 
von den letzten Reichsständen aufgenommenen 12 Mill. — Die ganze 
Schuld zerfällt in eine innere und äussere. Der Capitalbetrag der Schuld 
wurde für Ende 1803 folgendermassen angegeben; 
Eisenbahnanlehen von 1858 (urspr. 21’841,333) 20’485,0(»0 Kthlr 
- 1800 ( - 20’000,007) 25’479,955 - 
Inländische Schuld 0’171,125 
Zusammen 52’130,(580 
Ausserdem hat das Reichsschuldcomptoir im Dec. 1803 ein in den Jah 
ren 1805—07 zurückzahlbares 5 proc. Anlehen von 3 Mill, aufgenom 
men; ferner im März 1804 ein solches von 35 Mill. Da dieses letzte 
wol mit zur 1 ilgung des unmittelbar vorangegangenen dienen sollte, so 
veranschlagen wir die Gesammtsumme der Schuld auf etwa 87 Mill 
Rthlr. Indess ist dieses Anlehen nur theilweise untergebracht worden, 
wesswegen die Regierung, um ihre Eisenbahnausgaben zu decken, Ende 
*) Die eigentl. Branntweinsteuer ward von Dr. Berg auf dem Lond. statist. 
Congress (1800) zu 5’870,002 Rthlr. angegeben; dazu kam ungef. 1 Mill, von 
Auflagen auf den Detailverkauf. Ein Fünftel davon ist den landwirthschaftl. 
Provinzialgesellschaften zur Verfügung gestellt, der Rest den Gemeinden über 
lassen für nützl. Anstalten.
	        
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