SCHWEDEN. - Sociales.
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Kitterstand . .
Priesterstand. .
Kürgerstand . .
Bauernstand . .
Standespersonen.
Auslänuer u. Is-
realiten . . .
Alle Andern . .
Zus.
Familien- Gesammte Personenzahl des Standes Hepräsentirt
haupter iggg 1830 1805
l,66ö 11,742 10,458 9,503 50 Vertreter
2,232 15,362 14,153 15,145 60
13,366 81,408 66,693 65,411 60
394,610 2’378,267 2'168,915 1*759,038 100
11,361 79,441 70,091 69,348 ohne alle
298 1,866 1,972 — ebenso
168,770 1*071,246 555,800 494,327 ebenso
592,303 3*639,332 2*888,082 2*412,772
Es kommt also je ein Vertreter: beim Adel auf 33 Familienhäup
ter, bei der Geistlichkeit auf 37, beim Bürgerstande auf 222, beiden
Bauern auf 3946. Dabei bildet jeder der 4 Stände eine getrennt von den
andern berathende und beschliessende Kammer. Die mannichfachen Be
strebungen, eine Aenderung zu bewirken, haben bis jetzt sämmtlich noch
nicht zum Ziele geführt. — Bemerkenswerth ist die Zunahme der An
gehörigen des Bürger- und Bauernstandes, dann der von jeder Vertre
tung ausgeschlossenen » Standespersonen « und »aller Andern« [alla '*
andra) seit 1830.
Unterricht. Von den Kindern zwischen 8 und 15 Jahren besuchten
185.) 71 1 roc. die Schulen. Es bestanden 13 Eehrerseminare, wovon
3 für trauen. Die Zahl des fest angestellten Lehrerpersonals betrug
1856 : 2065 , die des ambulanten Lehrerpers. 889. Die Ersten unter
richteten 159,745, die Letzten 146,483 Kinder (1847 waren die betr.
Zahlen 99,343 und 91,964) ; es besuchten 8,82 Proc. der Bevölkerung
die Schulen, dabei: Universitätsstudenten 1885. Die Zahl der Aerzte
betrug 1860 in dem ausgedehnten Lande nur 477 = 1 auf 7813 Einw.,
und sie bekleideten meistens noch besondere Civil- oder Militärfunctio
nen. -- Die Zahl der unterstützten Armen war 3,9 % der Bevölkerung,
was eine kleine Zunahme gegen früher andeutet. — Die Menge der
schweren Verbrechen hat von 1852—57 um mehr als 40 Proc. ab
genommen, und die der Sträflinge um 30 Proc. Dieses Ergebniss coin-
cidirt mit der Abschaffung der entehrenden Leibesstrafen.
Leider bildet die Branntweinbrennerei noch immer einen der
Richtigsten Industriezweige. Früher galt dieselbe als Privilegium
er Grundeigenthümer. Die Gesetzgebung von 1855 und 57 hob dieses
orrecht auf, erhöhte aber die Auflage auf Branntwein. Das Ergebniss
war, dass die Zahl der Brennereien in den Jahren 1852—59 von 35,842
erzeugte Quantität von 30—10 Mill. Kannen auf
1J /0o,000 (von 916,000 Hectol. auf 358,000) sank.
1*870,368 Skcppund Eisenerz gebro-
bei welchen 77^,000 Sk epp. Koheisen
spn a wurden, und von 1309 Eisenhämmern wurden 843,051 Skepp. Stabei-
usgeschmiedet. Die Fabrikation von Eisenwaaren und Stahl betrug 140,751
toi. 21.1,.D8 Tonnen. Die Zahl sämmtlicher bei den Bergwerken beschäftig-
rbeiter betrug 20,384, worunter bei Eisenwerken allein 10,395.
Aach einer Liste der Production im J. 1863 waren 10*542,329 Cntr. Eisen-
Kolb, SUtiitik. 4. Au«. 25