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NORWEGEN. — Land und Leute.
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JEisenbahnen, 1. Dec. lSG4f 855 Kilometer =115 deutsche Meil. (Ende
1861 53 schwed. = 76 deutsche Meil., davon etwa 16 schw. Meil. Privat-, das
Uebrige Staatsbahn. Die Kosten der letzten beliefen sich damals durchschn.
auf 800,000 Kthlr. für die schwed. Meile. Die Staatsbahnen hatten 1863:
2’889j760 Rthlr. Einn., 1'981,000 Betriebsausgabe, somit 908,760 Rthlr. Rein
ertrag.
Telegraphie : Mitte I860 hatten die Linien eine Länge von 663 deutschen
Meilen. Stationen gab es 67.
Post. 1859 befördert 6’457,227 Briefe. Taxe 12 Ore = 1*/, Sot.
Münze, Maasse. Die Verordnung v. 3. Febr. 1855 bestimmt als Rechnungs
einheit y* Rthlr. Silber, entsprechend einem Reichsthaler Reichsschuld oder
32 Schilling Beo. ; sie wird Riksdaler Riksmynt genannt und R;dr R:mt ge
schrieben; Silberwerth (nur) 11 Sgr. 5,4 Pf. — Der Fuss (fot) = 0,946
S reuss. Fuss oder 29,69 Centimeter. Die schwed. Meile hat 10,688 Meter (die
eutsche 7420) ; die sch^-ed. Quadratmeile ist = 2,08 deutsche. — Die Kanne
— 2,2858 preuss. Quart oder 2,6172 Liter. — Die Tonne Getreidemaass ä 63
Kannen) = 164,88 Liter. — 100 Pfund schwed. [Avs) — 85,06 Zollpfund. Das
Skeppund (Schiffspfund) Roheisengewicht = 558 schwed. Pfd., das Skepp.
Rerggewicht = 332 schw. Pfd.
Auswärtige Besitzung: Die westindische Insel St. Barthélémy, nicht
ganz I Q.-M. gross, mit 2800 Menschen.
\orwpgen (Königreich).
Areal 2114 schwed. oder 5800 deutsche Q.-Meil. Bevölkerung
1855: r490,786 (davon in der ganzen Nordhälfte des grossen Landes
nur 128,795, nemlich in Nordland auf 688 deutschen Q.-Meil. nur
74,140, in Finnmarken auf 1285 deutschen Q.-M. sogar nur 54,655.
Durchschnittl. Bevölkerung auf die d. Q.-M. 247. — Männlich: 729,905,
weiblich: 760,142. Von der gesummten Einwohnerzahl kamen nur
197,815 auf die Städtebevölk. — Bis 1864 dürfte die Bevölkerung, un
geachtet zahlreicher Auswanderungen, auf etwa 1’680,000 gestiegen sein.
Nationalitäten. Neben den (germanischen) Norwegern etwa 16,000
Finnen und Lappen, worunter 1945 Nomaden; sodann 5992 Kwänen
und 739 Zigeuner (Fantefölger oder Tatere). Sodann gemischte Racen:
1116 Norweger und Kwänen, 830 Norweger und Finnen, 450 Kwänen
und Finnen.
Confession. Die lutherische allein herrschend (230 Mormonen).
, Auswanderung. In den 5 Jahren 1846 — 50 wanderten aus: 10,799,
in den weitem 5 Jahren 1851—55 mindestens 15,000; 1857 allein
schätzte man die Zahl der Auswanderer auf 10,000.
Frühere Volkszahl. 1783 blosse Schätzung 725,000; dann:
1815 1825 1835 1845
886,431 1'651,318 1'194,812 1'328,471
Städte (1855): Christiania 38,958, Bergen 25,797, Trondhiem
16,012, Stavanger 11,717, Drammen 9916, Christiansand 9521, Fre-
derickshall 7408 Einw.
Herrschaftswechsel. Norwegen, früher selbständig, ward 1387 däni
sches Besitzthum. Als Dänemark durch den Kieler Frieden vom 14. Jan.
1814 das Land an Schweden abtrat, Hessen sich die Norweger nicht in
solcher Weise verhandeln. Sie gaben sich, 17. Mai 1814, zu Eidsvold,