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nur proportionale oder vorwiegend proportionale Kosten enthält, hat
zur Folge, daß den verrechneten „Selbstkosten“ des Endprodukts
ein Aufschlag für die Kosten der Produktionsbereitschaft, d. h. für
die fixen Kosten zuzuschlagen ist, oder, was dasselbe ist, daß der
im ,Verrechnungspreis unverteilte Kest der Kosten im Verhältnis
zur Produktionsmenge der Fertig fabrikate und nur auf diese
verteilt wird. Die Anwendung eines Teilkostenpreises als Ver
rechnungspreis setzt eine örtliche Betriebskombination, d. h. eine
örtlich zusammenhängende Produktion dergestalt voraus, daß sämt
liche Zwischenprodukte im eigenen Betriebe verarbeitet werden.
Würde ein Teil der Zwischenfabrikate veräußert werden, so ist die
Anrechnung eines Teilkostenpreises unrichtig. Selbst in den Fällen,
in denen diese Verrechnungsart richtig sein kann, stößt ihre prak
tische Durchführung auf Hindernisse 1 , es sei denn, daß man sich um
den proportionalen und den fixen Charakter der Unkosten nicht
weiter kümmert und nur Material- und Lohnkosten als Verrechnungs
preis annimmt. Überdies läßt der Teilkostenpreis die bisher auf
gewendeten Gesamtkosten der Teilprozesse nicht erkennen.
In der Kalkulationspraxis findet man häufiger die (unbewußte)
Anwendung der ,Verrechnung zu Teilkostenpreisen, so bei
spielsweise, wenn die Materialunkosten und die Lohnunkosten unter
den Generalkosten der Unternehmung verrechnet werden, oder wenn
ein allgemeiner Lohnzuschlag ohne Differenzierung nach Arbeits
plätzen und Werkstätten angerechnet wird.
2. Die Verrechnung der Teilbetriebe untereinander für über
nommene bzw. gelieferte Zwischenprodukte zümj Marktpreis der
betreffenden Produkte setzt einen solchen für das Zwischenprodukt
voraus. Diese Verrechnungsmethode verteuert dem nachfolgenden
Teilbetrieb die Produktion und täuscht für den liefernden eine Ren
tabilität, einen Zwischengewinn der Fabrikation vor, der nur rech
nungsmäßig vorhanden ist. Der Marktpreis hat vielfach nur be
dingten Wert. Häufig beruht die Selbsterzeugung eben auf der
Möglichkeit, billiger als zum Marktpreis zu produzieren; selbst für
die interne Verrechnung hat dann der Marktpreis geringe Bedeutung.
Haben zufällig alle Zwischenprodukte eines gemischten Betriebes
einen Marktpreis und wird dieser für alle Produktionsstufen in
Ansatz gebracht, so wird zwar rechnungsmäßig die Rentabilität der
Teilbetriebe, d. li. der Selbsterzeugung im Vergleich zum Markt
preis nachgewiesen, das End produkt aber rechnungsmäßig so sehr
verteuert, daß die Selbstkostenberechnung sich selbst ad absurdum
führt, es sei denn, daß' man die errechneten Zwischengewinne vom
Selbstkostenpreis des Endproduktes in Abzug bringt. Andererseits
deckt der Marktpreis Kosten, die durch die Weiterverarbeitung im