Full text : Handbuch der vergleichenden Statistik- der Völkerzustands- und Staatenkunde

440

VEKEINIGTE  STAATEN.  —  Militär.

Wunden  121  Off.  und  1399  Gemeine;  an  Krankheiten  86  O.,  6,063
Gern.;  durch  Zufälle  108,  zus.  7777  Todte.  Verwundet  wurden  ausserdem ­
  3743,  worunter  300  Offic.  —  Zahl  der  Deserteure  4966.
Zum  Schluss  eine  Uebersicht  der  zur  Bekämpfung  der  Stelbständigkeit
  Amerika's  verkauften  deutschen  Truppen  (nach  Franz  Löher’s  »Geschichte ­
  der  Deutschen  in  Amerika«).  Es  verkauften  die  Fürsten  von

Hessen  .  .  16,992  Mann,  wovon  6,500  umkamen

Braunschweig  5,723  -  -  3,015
Hanau.  .  2,422  —  —  981
Anspach  .  .  1,644  -  -  461
M’^aldeck  .  .  1,225  -  -  720
Zerbst  ...  1,160  -  -  176

Zusammen  29,166  Mann,  wovon  11,843  umkamen
B.  Marine.  Beim  Ausbruche  des  Bürgerkriegs  hatte  man  zwar  10
alte  Linienschiffe,  von  denen  aber  keines  mehr  diensttauglich  war,  10  Segelfregatten, ­
  davon  blos  3  brauchbar  u.  s.  f.  Die  allein  noch  in  Betracht
kommende  Dampfflotte  bestand  aus  6  Fregatten,  zus.  mit  222,  27  kleineren ­
  Schiffen  mit  224  ,  und  einer  schwimmenden  Batterie  mit  8  Kanonen. ­
  Aber  schnell  ward  eine  ganz  neue  Flotte  hergestellt,  lieber  deren
Stärke  und  Leistungen  bis  Ende  1864  enthält  die  Botschaft  des  Präsidenten ­
  der  Union  an  den  Congress  folgende  Notizen  :

»Der  Bericht  des  Flottensecretärs  bietet  eine  umfassende  und  befriedigende
Darstellung  des  Flottendepartements.  Es  ist  ein  Gegenstand  gerechten  Stolzes
für  unsere  Landsleute,  dass  eine  Flotte  von  so  grossem  Umfange  in  so  kurzer
Zeit  organisirt  und  mit  so  grossem  Erfolge  geführt  worden  ist.  l)ie  Flotte  besteht ­
  (die  am  1.  Dec.  1864  im  Bau  begriffene  ist  eingeschlossen)  aus  671  Fahrzeugen ­
  von  510,396  Tonnen  Gehalt,  bewaffnet  mit  4610  Geschützen.  Es  ergibt
dies  trotz  dem  Verluste  durch  Schifflirüche  und  Schlachten  gegen  das  vorige
Jahr  einen  Zuwachs  von  88  Fahrzeugen,  167  Kanonen  und  42,427  Tonnen.  Es
dienen  gegenwärtig  auf  der  Flotte  mit  Einschluss  der  Offleiere  51,000  Mann.  Es
wurden  im  Laufe  des  Jahres  324,  und  seit  Beginn  der  Feindseligkeiten  1374
feindliche  Fahrzeuge,  darunter  267  Dampfer,  aufgebracht;  der  Erlös  beim  Verkaufe ­
  dieser  Prisen  beläuft  sich  auf  14,396,250  S.  Die  Totalausgaben  des  gesammten
  Flottendepartements  mit  Inbegrifl  der  ungeheuren  Geschwader,  die
seit  dem  4.  März  bis  zum  1.  November  1864  geschaffen  worden  sind,  betragen
238*647,262  ^.«  —  Wir  entnehmen  dem  ministeriellen  Berichte  noch  folgende
nähere  Angabe  über  den  Bestand  der  Kriegsmarine  einschl.  der  im  Bau  begriffenen ­
  Schiffe,  am  1.  Dec.  1864  :

Zahl  der
Geschütze
113  Schraubendampfer,  besond.  für  den  Kriegsdienst  gebaut  1,426
52  Schaufelrad-Dampfer,  do  524
71  Panzerschiffe  275
149  Schraubendampfer,  gekauft,  gekapert  etc.  u.  zum  Kriegsdienst ­
  eingerichtet  6J4
174  Schaufelrad-Dampfer,  gekauft  etc.  do  921
112  Segelfahrzeuge  ^50
671  Tbtar5;61Ö

Tonnenzahl ­

169,231
51,878
80,596
60,380
78,762
69,549
510,396

Ueber  die  im  Bau  begriffenen  Panzerschiffe  sagt  der  Bericht:  Von
den  Fahrzeugen  der  Monitor-Classe  sind  nur  zwei,  der  Dictator  und  Puritan
für  den  Dienst  auf  hoher  See  bestimmt.  Vier  Thurmschiffe  sind  in  den  Bauhöfen ­
  der  Regierung  von  Holz  gebaut  und  mit  Eisen  gepanzert  worden,  wodurch ­
  sie  sich  von  den  ursprünglichen  Monitors  unterscheiden,  die  ganz  von
Eisen  sind.  Die  einzigen  auf  hoher  See  verwendbaren  Panzerschiffe  ausser  dem
Dictator  und  Puritan  sind  die  New-Ironsides,  die  Fregatte  Koanoke,  die  gepanzert ­
  wurde,  und  derDunderberg,  ein  Kasemattenschiff.  Die  jüngst  gebauten
und  die  noch  im  Bau  begriffenen  Kriegsschiffe  sind  von  Holz;  die  der  kleineren
            
Waiting...

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.