Full text : Handbuch der vergleichenden Statistik- der Völkerzustands- und Staatenkunde

30  GKÜSSBKITANIEN.  —  Sociale,  Gewerbs-  und  Handelsverhältnisse.
Orossbritanien  Frankreich
im  G.iiizeii  pr-  Kopf  im  Ganzen  pr.  Kopf
1S59:  S7S’2'J2,000  Pf.  :iTü’4l0,G14  10,2S
Die  Zunahme  des  Zuckerverbrauchs  ist  besonders  beachtenswerth.
Vom  Jahre  IbOO  bis  1644  blieb  sich  die  Consumtion  per  Kopf  der  Bevölkerung ­
  fast  gleich,  ja  nahm  zeitweise  sogar  noch  ab.  Dagegen  verdoppelte ­
  sie  sich  in  der  Periode  von  1645—54.  Es  betrug  der  Verbrauch ­
  während  der
14  ersten  Jahre  unseres  Jahrhunderts  (Kriegszeit)  pr.  Kopf  16  Pfd.  7  Unzen
in  den  30  nächstfolgenden  Friedensjahren  nur  -  17  -  3
Es  wirkte  die  Erschöpfung  nach  den  Anstrengungen  des  Krieges.  In
den  fünf  Jahren  1815  bis  1610  sank  der  Verbrauch  sogar  um  2*/^  Pfd.
gegen  die  Kriegsperiode  (wozu  die  allgemeine  Theuerung  beitrug).  Erst
1630  und  31  erhob  sich  die  Consumtion  auf  10  Pfd.,  fiel  dann  aber
wieder  in  den  10  Jahren  1635  bis  1645  auf  17  bis  16  (1640  sogar  auf
15),  wozu  das  Steigen  der  Zuckerpreise  beitrug  Später  erfolgte  Sinken
der  Preise  und  Zollermässigung  :  damit  Erhöhung  des  Verbrauchs,  1645
auf  20  Pfd.  Von  1644  —54  ward  der  Zucker  um  4  4  Proc.  billiger;  es
stieg  die  Consumtion  von  17  Pfd.  im  J.  164  1,  auf  31  im  J.  1654.  —
Das  Jahr  1655  brachte  die  Zollerhöhung  aus  Veranlassung  des  Orientalischen ­
  Kriegs,  —  der  Verbrauch  ging  auf  30,  1650  sogar  auf  26  Pfd.
zurück.  Seitdem  neue  Consumtionsvermehrung,  1603  auf  ungefähr
32*2  Pfd.  1601  Herabsetzung  des  Zuckerzolls  durchschnittlich  auf  10
Schill,  pr.  Cntr.  (In  Neu-Süd-Wales  war  der  Zuckerverbrauch  vor  einigen ­
  Jahren  52,  in  Victoria  04  engl.  Pfd.,  in  der  Schwindelpcriode  von
1652—51  sogar  über  1  Cntr.)  —  Der  Kaffee  verbrauch  nimmt  in  England ­
  nicht  zu,  anders  dagegen  der  des  The  es.  Allerdings  hatte
die  Kriegserschöpfung  auch  darin  einen  Rückschlag  erzeugt  ;  die  Consumtion, ­
  1601  pr.  Kopf  1  Pf.  6  U'nz.  betragend,  war  40  Jahre  später
auf  1  Pf.  0  Unz.  herabgegangen  und  hatte  sich  1651  erst  auf  1  Pf.
15  Unz.  gehoben.  1601  dagegen  stand  die  Ziffer  auf  2  Pf.  1  1  Unz,  und
wird  sich  1604  wol  bis  zu  3  Pf.  vergrössert  haben.  (In  Victoria  beträgt
die  Consumtion  7‘  j,  und  war  sogar  schon  1<*  Pf.)
Die  Theeconsumtion  stieg  folgendermassen  :
1640:  1,06  deutsche  Pfund  pr.  Kopf
1650:  1,7
1657:  2,2  -  -
1603:  2,0  -  -  -  -
Von  1613  bis  03  stieg  ferner  die  Einfuhr  nachbemerkter  Artikel:
1846  1854  1860  1863
Butter,  engl.  Centner  257,365  462,514  640,112  060,7'i6
Käse  341,062  366,714  563,263  750,2^5
Eier,  Stück.  .  .  .  72’252,15'J  121’040,sol  107*005,400  200*020,0^0
Die  Weinconsumtion  ist  bis  zum  franz.  Handelsverträge  Stillstehen
geblieben;  für  den  inländischen  Verbrauch  wurden  verzollt:  1646
0*740,310  Gallonen,  1600  ebenso  0*716,565,  dann  aber:  1601
10*093,071,  1602  9*70  1,155  und  1603  10*122,105
Der  Stand  der  Sparcassen  war  je  zu  Ende  folgender  Jahre  :
            
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