Full text : Währung und Handel

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Edelmetallconsnms  zn  anderen  als  monetanschen  Zwecken  die
Ixenanigkeit  der  Beobachtung  stören  muss,  so  ist  es  äusserst
schwer,  in  einem  Lande  mit  Metallvaluta  diese  strenge  Proportionalität ­
  des  Geldwerthes  zu  den  Verkehrsbedürfnissen  zu
beobachten.
Weit  einfacher  stellt  sich  die  Aufgabe  in  einem  Lande
mit  Pajüervaluta.  Zwar  glauben  Viele,  selbst  Solche,  die  sich
der  Erkenntniss  nicht  verscliliessen  können,  dass  es  unmöglich
sei,  einem  Lande  das  für  dessen  Verkehrsbedürfnisse  nothvvendige
  Edelmetall  zu  entziehen  oder  zu  vermehren,  es  müsse
dieses  Problem  gerade  in  einem  Lande  mit  Papiervaluta  geingen,
  da  ja  hier  eine  Ausgleichung  der  gestörten  Niveauverlaltmsse
  durch  Zu-  oder  Abfluss  vom  Auslande  nicht  erfolgen
könne.
In  Wahrheit  kann  aber  der  Betrag  der  Circuíationsmittel
‘lurch  die  Zettel-Emission  eben  so  wenig  vermehrt  werden,  als
‘lurch  die  Aufspeicherung  von  ^Metallgeld.  Jede  Geldnote,’  die
‘  em  Circulationsbedarfe  des  Landes  hinzugefügt  wird,  verdrängt
ßiu  entsprechendes  Metallgeldstück  aus  dem  Verkehre.  Hat  die
^otcn-Emission  den  vollen  Umfang  des  nominellen  Geldbedarfes
‘es  betreffenden  Landes  erreicht,  so  i.st  alles  Metallgeld  aus
‘lemselben  abgestossen.  Werden  dann  noch  mehr  Noten  ausgegeben
  ,  so  kann  allerdings  kein  ferneres  Abströmen  stattfinden
und  hierin  liegt  in  j)raxi  ,1er  Unterschied  zwischen  Metall-  und
apiercirculation.  Der  bei  der  ersten  jedoch  nur  hypothetisch
angenommene  Fall,  dass  es  gelingen  könnte,  über  den  Bedarf
voiLandene  Circulationsmittel  künstlich  im  Lande  zu  erhalten,
l^ntt  hier  sofort  mit  allen  seinen  dort  als  nothwendig  nachgcwiesenen
  Wirkungen  auch  praktisch  ein.  Jede  einzelne  der
im  Verkehre  befindlichen  Noten  verliert  genau  so  viel  an
*^aufkraft,  als  neue  Noten  über  den  Bedarf  hinaus  ausgegeben
"erden.  Beträgt  diese  Ueberemission  10  Pecent,  so  wird  bei
sonst  glcichbleibenden  Verkehrsverhältnissen  jede  einzelne-Note
>  Percent  an  Werth  verlieren,  beträgt  sie  50  Percent,  so
Jer,len  50  Percent  an  Werth  verloren  gehen  ,  und  man  mag
''e  Anzahl  und  den  Umfang  der  Geldzeichen  bis  in’s  Unendliche
ermehren,  ihre  Gesammtkaufkraft  wird  doch  immer  die
^^m  iche  bleiben,  die  Geldmenge  wird  nur  extensiv,  niemals
er  intensiv  zugenommen  haben.  Dass  dem  so  sei,  beweist

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