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die Geschichte aller Zettel-Emissionen. j\ran glaubt häufig, dass
es das ^tisstrauen in die Einlösbarkeit der Geldzeichen sei,
was deren Entwerthung hervorrufe, und häufig tritt allerdings
der Factor des Misstrauens in Form einer Versicherungsprämie,
die noch über das Verhältniss der Geldmenge zum Geldbedarte
hinaus vom Geldwerthe abgezogen wird, hinzu, so dass durch
eine Noten-Emission, wenn mit derselben auch lüisstrauen ver
bunden ist, die Geldmenge intensiv sogar vermindert wird,
statt sich zu vermehren. Aber, dass das Ausschlaggebende
doch nur das rein mechanische Verhältniss der Geldmenge zum
Geldbedarte bleibt, hat sich an wiederholten Beispielen gezeigt.
Als die Bank von England ihre Baarzahlungen einstellte, ihre
Noten daher Uber den Bedarf ausgegeben werden konnten und
zeitweillig auch in der That ausgegeben wurden, war von
Misstrauen in die dauernde Solvenz der Bank niemals die
Rede. Jedermann wusste, dass das Vermögen der Bank intact
sei, dass sie bei ruhiger Licpiidation nicht nur alle ihre Gläu
biger befriedigen, sondern auch ihr volles Actiencapital retten
und für die Actionäre noch einen Nutzen herausschlagen
i könnte. Die Noten wurden doch nicht zum Nennwerthe an
genommen , weil mehr als erforderlich von denselben vorhanden
\ war. Ebenso macht der österreichische Verkehr zwischen den
Noten der österreichischen Bank und denen des Staates
keinen Unterschied. Beide steigen und fallen im Werthe
lediglich nach dem Verhältnisse, das sich zwischen dem Ver
kehrsverhältnisse und der Notenmenge herausstellt ; ja als die
im brefidge der letzten Krisis einhergehenden gehäutten Zah
lungsverbindlichkeiten, insbesondere aber die Erschütterung des
Credits ein grösseres Bedürfniss nach Circulationsmitteln zur
Folge hatte, verbesserte sich sogar die Kautkratt der öster
reichischen Geldzeichen trotz der Vermehrung derselben und
trotzdem gleichzeitig das Vertrauen in die Solvenz des Staates
und der Bank unmöglich gestiegen, sondern vielmehr noth-
wendigerweise gesunken sein musste. Im Jahre 1872, in der
Zeit der wachsenden Steueriiberschiisse musste Jedermann den
österreichischen Staat weit eher in der Lage glauben , seine
Staatsnoten einzulösen, als zwei Jahre s])äter, wo die Krisis
das Deficit wieder zum Vorschein gebracht und die finanzielle
liage des Staates bedenklich verschlimmert hatte. Trotzdem