Full text : Währung und Handel

lio  —

^leiolifalls  tVi'ilior  gozrigt  wnrde,  daruieder,  man  brandit  in
soldien  Zdtan  wenig  Capital  nnd  man  wir'd  daher  im  Allgemeinen ­
  in  dem  Papiergeldlande  fremdes  (\apital  verliältnissmässig
  am  leichtesten  nehmen,  wenn  man  es  nicht  hranelit,
verilältnissmässig  am  schwersten  jedoch  in  Zeiten,  wo  man  es
hranchen  könnte,  lias  (iesammtresnltat  wird  sein,  dass  fremdes ­
  (Kapital  in  ein  solches  Land  iiherhanpt  nnr  selten,  jedenfalls ­
  weit  seltener  gelangen  kann,  als  unter  der  Herrschaft
gesunder  GrcldVerhältnisse  der  Fall  wäre.  Und  ähnlich  verhält
es  sich  nach  der  entgegengesetzten  Seite,  weiin  das  Land  mit
gestörter  Valnta  im  Besitze  iiherfliissiger  ('apitalien  ist,  die
im  Anslande  Verwendung  snchen.  Hier  wird  der  (Kapitalist
es  sein,  der  in  allen  Fällen  die  Cfefahr  der  Valntaconjnnctnr
anf  sich  nehmen  muss,  da  der  Ausländer,  dem  er  seine  (Kapitalien ­
  darleiht,  kaum  jemals  gesonnen  sein  dürfte,  sich  zn  einer
Rückzahlnng  in  der  fremden,  ihm  nnhekannten  nnd  schwankenden ­
  Landes  valnta  zn  verpflichten.  Hie  Rentner  des  Pajiier-1
  andes  werden  aher  ehen  so  wenig  als  die  irgend  eines  anderen
Verkeil  rsgehietes  sonderlich  geneigt  zn  Valntaspecnlationen
sein,  nnd  daher  schon  ganz  im  Allgemeinen  lieber  zn  billigem
Zinssätze  im  eigenen  Lande  als  zn  hohem  im  fremden  Lande
Held  ansleihen.  Dazu  kommt  ancli  hier  wieder,  dass  für  sie
die  (Hüahr  der  Valntaspecnlation  dann  am  grössten  ist,  wenn
sie  für  ihr  Capital  im  eigenen  Lande  die  geringste  Verwendnng
  haben,  nämlich  wenn  ihre  heimische  Valnta  in  tortschreitender ­
  Verbessernng  begriffen  ist  nnd  sie  daher  beisjiielsweise
für  Í000  (Hilden  Landesgeld,  mit  denen  sie  NOO  (Hilden  Silbergeld ­
  gekauft  nnd  an  das  Ansland  verliehen  haben,  nach  Ablauf
einiger  Monate  zwar  dieselben  800  (Hilden  Silbergeld  znrückerhalten,
  die  aber  nunmehr  etwa  blos  0(X)  Gulden  Landesgeld
werth  wären.  Umgekehrt  werden  sie  in  Zeiten  fortschreitender
(feldverschlechternng  zwar  leichter  geneigt  sein,  die  mit  einem
Darleihensgeschäfte  in  die  Fremde  verbundene  Valntaspecnlation
  zu  übernehmen  ;  aber  gerade  in  solchen  Zeiten  werden
sie  das  Ausland  auch  leicht  entbehren  können,  da  das  Wachsthum ­
  des  inländischen  Unternehmungsgeistes  ihren  Capital  len
daheim  reichliche  Beschäftigung  bietet.
Für  alle  Fälle  ist  also  eine  Absch  1  iessnng  des  einheimischen ­
  (Kapitals  vom  ausländischen  die  Folge.  Tndessen
            
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