Full text : Währung und Handel

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werden  umgekehrt  fremde  Wechsel  über  das  Angebot  hinaus
gesucht  werden,  wenn  das  betreffende  Verkehrsgebiet  an’s
Ausland  mehr  Zahlungen  zu  leisten,  als  von  diesem  zu
empfangen  hat.  Welcher  Natur  diese  Zahlungen  sind,  und  in
welchen  (Tcschäftcn  sie  ihren  Ursprung  haben,  ist  dabei  natürlicher ­
  Weise  ganz  gleichgiltig,  denn  es  wird  dem  Baumwollimporteur
  niemals  beifallen,  zur  Zahlung  an  seinen  fremdländischen ­
  Lieferanten  eben  nur  den  Wechsel  eines  fremdländischen
Baumwollhändlers  zu  suchen,  ebensowenig  als  der  Baumwollexporteur
  das  geringste  Interesse  daran  hat,  die  in  seinen
Händen  befindlichen  Wechsel  der  fremden  Baumwollhändler
mit  Vorliebe  an  die  einheimischen  Baumwollimporteure  zu  verkaufen. ­
  Der  Erstere  wird  seinem  Bedürfnisse  genau  in  der
nämlichen  Weise  genügt  haben  ,  wenn  er  einen  fremden  Wechsel  '
erhält,  der  als  Zahlung  für  geleistete  Frachtdienste,  für
gekaufte  Wcrthj)aj)iere  oder  zu  Beschaffung  der  Subsistenzmittel ­
  für  einen  im  Inlande  weilenden  fremden  Beisenden
begeben  wurde;  und  ebenso  wird  der  Verkäufer  fremder
Wechsel  dieselben  ebenso  gern  und  zu  demselben  Preise  an
denjenigen  überlassen,  der  damit  Frachtkosten  an  fremde
Iransportgesellschaften  bezahlen,  fremde  V  erth%)apiere  kaufen,
oder  seinen  im  Auslande  weilenden  Angehörigen  Geldbeträge
remittiren  will.  Im  internationalen  V  echselhandel  wird  also
die  Summe  sämnitlicher,  unter  welchem  Namen  und  aus
welchem  Ui's])runge  immer  herrührenden  internationalen  Zahlungen ­
  hervortreten,  und  der  Wechselcours,  wie  er  im  Austausche ­
  der  von  Land  zu  Land  laufenden  Wechsel  sich  ergibt,
ist  weit  entfernt,  das  Spiegelbild  blos  eines  bestimmten  internationalen ­
  Handelszweiges,  etwa  des  V  aarenhandels  zu  bieten,
Pr  zeigt  vielnlehr,  ob  die  Gesammtheit  der  von  einem
Lande  bezogenen  und  nun  zu  begleichenden  Wert  he  aller
Art  grösser  sei  ,  als  die  Gesammtheit  der  von  diesem
Lande  gelieferten  und  nunmehr  von  ihm  einzucassirenden
Werthe.
Dabei  fällt  nun  sofort  die  merkwürdige  Erscheinung  in
die  Augen,  dass  die  Gesammtheit  der  Verpflichtungen  und
der  zu  emjjfangenden  Zahlungen  im  grossen  Ganzen  bis  auf
pine  geringe  Oscillationsgrenze  sich  beinahe  immer  annähernd
die  Wage  hält.  Dies  muss  nämlich  stets  der  Fall  sein,  so
            
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