Full text : Währung und Handel

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es  schliesslich  mehr  zu  empfangen  als  zu  zahlen  hat,  so  wird
es  nicht  nur  den  Ueberschuss  der  Empfänge,  sondern  von  der
ganzen  gegen  seine  eigenen  Zahlungsverpflichtungen  ausgetauschten ­
  Summe  der  an  das  Ausland  geleisteten  Zahlungen
die  durch  den  Gewinn  am  A\  eclisel  ausgedrückte  Aufzahlung
einstreichen.  Und  der  eigentliche  Gewinn  und  Verlust  für
jedes  Land  liegt  gar  nicht  in  jenen  Haarsendungen  ,  die  als
Zahlung  tür  die  Ueberschüsse  nach  der  einen  oder  andern
Seite  geleistet  oder  empfangen  werden,  denn  für  diese  Zahlungen ­
  wurden  eben  reelle  Gegenwerthe  geliefert  oder  emj)fangen  ;
jene  Zahlungen  dagegen,  die  lediglich  in  dem  Course  des
Wechsels  ihren  Lrsprung  haben,  sind  reiner,  durch  keine
Gegenleistung  aufgehobener  Gewinn  oder  Verlust.  Wenn  z.  H.
ein  Land  tür  l(KX)  IMillionen  Gulden  Waaren,  Werthpapiere
und  Dienste  vom  Auslande  bezogen  hat,  dagegen  aber  für
lOlt)  ^Millionen  Gulden  Waaren,  erthpa2)iere  und  Dienste
an  dasselbe  lieferte,  so  wird  es  allerdings  schon  deshalb
allein  10  Millionen  Gulden  herausbezahlt  erhalten,  aber
dabei  unter  sonst  gleichbleibenden  Verhältnissen  im  internationalen ­
  Handel  nicht  mehr  gewonnen  haben  als  jene
Verkehrsgebiete,  mit  denen  es  in  Handesbeziehungen  steht;
denn  tür  diese  lO  Millionen  hat  es  eben  Waaren,  Dienste  oder
Werthpapiere  geliefert,  die  auf  seinem  Markte  allerdings  einen
geringeren  Werth  repräsentiren  müssen,  als  diese  10  Millionen
(fla  es  sie  sonst  voraussichtlich  nicht  in  das  Ausland  geliefert
hätte),  die  aber  umgekehrt  im  Auslande  einen  höheren  Werth
als  10  Millionen  repräsentiren  müssen  (da  sie  sonst  das  Ausland ­
  ebenso  wenig  bezogen  hätte).  Die  Folge  dieses  Ueberschusses
  von  10  Millionen  ist  jedoch,  dass  sich  der  Wechselcours
  für  das  betreffende  Land  günstig  stellen  muss,  da  dessen
Wechsel  mehr  gesucht  als  angeboten  sein  werden,  und  dass
sich  umgekehrt  die  Course  jener  fremden  Wechsel,  die  das
Land  tür  seine  Zahlungen  braucht,  ungünstig  stellen  müssen,
da  von  diesen  fremden  Wechseln  dem  betreffenden  Lande  um
10  Millionen  mehr  angeboten  als  von  ihm  gesucht  wurden.
Beträgt  die  solcherart  entstehende  Coursditferenz  beispielsweise ­
  1  Percent,  so  wird  dieses  Land  im  Austausche  der
beiderseitigen  Wechselverpflichtungen  10  andere  Millionen  gewinnen, ­
  für  die  es  absolut  nichts  zu  leisten  hat,  die  es  ein-
            
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