Full text : Währung und Handel

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derartige  Capitalsvergeudung  erzeugten  Verluste  in  der  Regel
eine  stärkere  Anspannung  der  Production  nothwendig  wurde.
Man  verwechselte  eben  die  Hast  der  Production  mit  ihrem
wirthschaftlichen  Effecte  und  kam  auf  diesem  Wege  dahin,  die
Zerstörung  für  nützlich  zu  halten,  weil  ihr  in  der  Regel  ein
Wiederaufbau  folgen  muss.
Im  Uebrigen  hört  man  nur  höchst  selten  die  Behauptung,
dass  der  Bestand  eines  gestörten  Geldwesens  im  Allgemeinen
nützlich  und  wünschenswerth  sei;  es  wird  zumeist  principiell
^^igGgGben,  dass  es  vortheilhaft  wäre,  die  metallische  Basis
der  Circulationsmittel  zu  besitzen,  dass  es  aber  aus  ganz
speciellen  Gründen  und  mit  Rücksicht  auf  die  einzelnen  Gebiete
des  Wirthschaftslebens  unmöglich  oder  gefährlich  sei,  den
Metallumlauf  auch  thatsächlich  herzustellen.  Bald  ist  es  die
Lage  der  Staatsfinanzen,  was  angeblich  die  Herstellung  des
normalen  Geldumlaufes  unmöglich  machen  soll,  bald  die  Rücksicht ­
  auf  die  Production,  die  durch  das  Zettelwesen  —  wenn
auch  in  ungesunder  Weise  —  begünstigt  werde,  bald  wieder  die
Gefahr,  dass  die  Einziehung  der  unbedeckten  Noten  den  Zinsfuss
  gewaltsam  erhöhen,  das  Creditwesen  des  betreffenden  Verkehrsgebietes ­
  erschüttern  würde,  und  endlich  die  Besorgniss,
dass  eine  ungünstige  Handelsbilanz  alle  Bemühungen  zur  Herstellung ­
  der  Valuta  vereiteln  könnte,  was  die  „principiellen“
Freunde  der  Valutaherstellung  zu  deren  praktischen  Gegnern
macht.  Man  könne  einem  richtigen  Principe  die  nun  einmal
vorhandenen  reellen  Bedürfnisse  des  Verkehres  nicht  opfern  —
heisst  es  dann  —  ;  man  müsse  warten,  bis  sich  die  Lage  derart ­
  verbessert  habe,  um  die  Regelung  der  Valuta  ohue  Gefahr
weitgehender  Erschütterungen  möglich  zu  machen,  —  und  der
schliessliche  Effect  von  all’  dem  ist,  dass  man  die  Papierwirthsehaft,
  gegen  die  im  Principe  mit  hochgradiger  moralischer
Entrüstung  gedonnert  wird,  in  praxi  mit  grosser  Zärtlichkeit
hegt  und  pflegt.  Ja  diese  platonischen  Verehrer  eines  gesunden ­
  Geldwesens  sind  in  Wahrheit  noch  viel  gefährlichere  Feinde
desselben  als  diejenigen,  die  rundweg  erklären,  vom  3Ietallumlaufe
  unter  keiner  Bedingung  etwas  wissen  zu  wollen.  Denn
gegen  die  offenen  Inflationisten  nährt  die  öffentliche  Meinung
ein  lebhaftes  Misstrauen  ;  trotz  der  Verschrobenheit  der  nationalökonomischen ­
  Begriffe,  die  sich  in  den  Papiergeld-Ländern
            
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