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des Mnnzbimdes im Jahre 1S74 120 JMilHonen Francs, 1875
150 Millionen Francs und 1870 129 Millionen Franes betrug.«)
Zu all’ dem trat dann noch die Goldnaclitrage und das
Silberangebot Deutschlands, in ihren Wirkungen gesteigert
durch die Perspective auf ähnliche IMassregeln jener anderen
Staaten, die sich gleich Deutscdiland zum Uebergange zur
Goldwährung entschlossen haben, dieselbe thedweise thatsaeh-
Uch schon in Angriff nahmen oder demnächst in Angriff
nehmen werden, Deutschland allein hat 200 bis 2;)0 Millionen
Thaler Silber verkauft oder noch zu verkauieu. Annähernd
die Hälfte dieses Betrages dürfte das Silber ausmachen, dessen
sich Holland, Schweden, Norwegen und Dänemark zu ent
ledigen haben; für alle Fälle werden die aut* diese letztere
Weise frei werdenden Silberbeträge zum mindesten tür ein
Decennium genügen, um die Münzstätten der lateinischen
Staaten, selbst in dem Falle, wenn diese den radiealen Ihmch
mit dem herrschenden Systeme verzögern solltmi, voilant zu
speisen, so dass die gesammte Silberproduction der Fr de tür
Ostasien und für die verschiedenen Industriezwciîke 1 rei ver
fügbar erscheint und naturgemäss durch die Wucht ihrer
rie'sig angewachsenen Menge die Preise im hohen Grade
drücken muss.
Ob unter so bewandten Verhältnissen vorerst ein
ferneres Sinken des Silberpreises zu erwarten ist oder nicht,
und wovon die Beantwortung dieser Frage in erster Reihe
abhängig werden dürfte, soll siiäterhin untersucht werden.
Vorerst möge in Kürze dargelegt werden, wie sieh unter dem
Einflusse dieser steten Veränderungen in der Werthrelafion
der Edelmetalle die modernen (%eldsysteme im gesehichtliehen
Verlaufe gestalteten.
®) Auf die einzelnen Staaten vertheilt sich dieses Contingent wie folgt;
1874 1875
Millionen Kr
Frankreich .... GO 75
Italien dü 50
Belgien 1% 15
Schweiz 8 10
Griechenland .... — —
Zusammen . 120 150 129.
1870
54
45
10.«
7.,
12