Full text: Währung und Handel

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„lind ferner ist dieses Stück Silber gleich x Grammen Gold.“ 
da auch in den Doppelwälirungsstaaten bestimmt das Gesetz 
den W'^ei'th dei- ]\rnn%en im Allgemeinen nicht; es gibt auch 
dort kein bestimmtes Wertbverbältniss des Geldes zu irgend 
eineni^ Gute, nur ganz ausnahmsweise ein Wertbverbältniss 
dei- Kdelmetalle zu einander. Wer also die Zulässigkeit dieses 
letzteren beweisen will, der darf sich mit nickten auf das be 
rufen, was in den Staaten der einheitlichen Währung ge 
schieht; denn wenn in Wahrheit in den Doppelwährnngs- 
1 ändern mit (-iold und Silber zugleich nur dasselbe geschähe, 
was in den Silherländern mit dem Silber und in den Gold 
ländern mit dem Golde geschieht, so müsste man sich eben 
(laranf beschränken, Feingehalt und Gewicht von Gold- und 
Silherstüeken zugleich zu beglaubigen, d. h. zwei AWrthmesser 
neben einander, aber unabhängig von einander 
in Umlauf zu setzen. 
Die bisher behandelten groben Urtliümer werden nun 
von Vielen als solche erkannt, die trotzdem dem „Himetallis- 
mns“ anhängen. Diesen haben es eben die kosmopolitischen,/ 
Weltfrieden yerheissenden Versprechungen des Systems ange-ji 
than. Um die Alles bezwingende IMacht eines universellen 
Münzhnndes zu beweisen, argnmentirt G. folgendermassen : ' 
Trotzdem auf den Fdelmetallmärkten des Auslandes die Werth- 
relation auf 1 zu 1‘) stieg, gehe man in Frankreich doch 
willig und gern 1 Pfund (told für Ih'/a Pfund Silber, ledig 
lich weil das (tesetz es so verlangt; allerdings aber sei hier 
Gefahr vorhanden, dass das Ausland alles Gold an sich ziehen, 
d. h. gegen Silber anstanschen künnte. Wie aber, wenn es kein 
Ausland gäbe, wenn alle Staaten der Welt demselben Gesetze 
thlgen würden; wohin sollte man da das Gold senden, woher 
das Silber beziehen? Wer sollte überhaupt das (told höher 
bewerthen, das Silber im Preise diücken? Fs gäbe dann kein 
Ausland, keine Fdelmetallarbitrage, das (tleicbgewicht müsste 
si<‘b erhalten, weil Niemand da wäre, um es zu stören. Man 
könnte dann immerhin auch 1 Pfund (told für 1 Pfund Silber 
geben, denn Niemand hätte Verwendung für sein (told zu 
Iniheren Preisen. 
In einer Beziehung hat nun hier C. allerdings Recht. |( 
\NTnn man die Werthrelation von 1 zu löVj für ewige Zeiten
	        
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