Full text : Währung und Handel

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europäische  Staaten  mit  Ausnahme  Englands  dieses  Münzsystem,
und  es  ist,  wie  später  nachgewiesen  werden  soll,  unter  allen
Umständen  ein  ungeheurer  Vortheil,  mit  seinen  Nachbarn
dieselbe  Basis  der  AVährung  zu  besitzen  ;  andererseits  bestand
die  thatsächliche  Circulation  Frankreichs  beinahe  ausschliesslich
aus  Silbermünzen  und  nur  ziim  geringen  Theile  aus  Najmleond’ors.
  Der  Uebergang  zur  Silberwähmng  war  also  leicht,  der
zur  (Goldwährung  überaus  schwierig.  Aehnliche  (Gründe  waren
auch  in  Holland  massgebend;  nur  war  dort  dieCireulation  zu
einem  grösseren  Theile  mit  (Gold  gesättigt,  der  Uebergang  zur
(Goldwährung  wäre  daher  leichter  gewesen,  und  dies  erklärt
zur  (Genüge  ,  dass  damals  schon  in  Holland  eine  sehr  starke
(Goldpartei  bestand,  die  in  der  Kammer  nur  mit  zwei  Stimmen
der  Silberpartei  unterlag.  Seit  jener  Zeit  aber  haben  sich
die  factischen  iMünzverhältnisse  Europa’s  radical  zu  (Gunsten
des  Goldes  verändert  ;  es  hat  sich  überdies  eine  so  allgemeine
und  ausgiebige  Preissteigerung  aller  Waaren  vollzogen,  dass
das  Hcipiemlichkeitsmoment,  welches  für  die  Goldwährung
spricht,  mehr  und  mehr  in  den  Vordergrund  tritt.  Alles  dies
erklärt  zur  (Genüge,  dass  heute  keine  ernst  zu  nehmenden
Vertheidiger  der  Silberwährung  mehr  den  ausschliesslichen
Vertheidigefn  der  (Goldwährung  gegenüberstehen.  (Die  österreichische ­
  Silberpartei  ist  eben  nicht  ernst  zu  nehmen.)
Schliesslich  erklärt  C.,  dass  die  Monometallisten  das
(Gold,  dessen  sie  zur  Durchführung  ihrer  Pläne  bedürften,
gar  nicht  erhalten  könnten,  und  dass  es  ihnen  ebensowenig
möglich  wäre,  ihr  Silber  zu  verkaufen.  Letzteres,  nämlich
der  Verkauf  des  Silbers,  wird  allerdings  mit  grossem  Verlu.ste
verbunden  sein;  aber  die  davon  betroffenen  Staaten  thun  wohl
daran,  sich  diesen  Verlusten  zu  unterziehen,  denn  die  handelspolitischen ­
  und  tiananziellen  Vortheile,  die  sie  damit  erlangen, ­
  sind  so  gross  und  allumfassend,  dass  selbst  die
schwersten  Opfer  dagegen  kaum  in’s  (Gewicht  fallen.  Dass  es
aber  unmöglich  sei,  das  zur  Durchführung  der  Goldwährung
noth  wendige  gelbe  Edelmetall  zu  beschaffen,  ist  wieder  eine
jener  Behauptungen,  die  auf  gänzlicher  Verkennung  aller
Verkehrsprincipien  beruhen.  Selbst  wenn  die  (Goldausbeute  der
Erde  völlig  autbören  würde,  wäre  es  immer  noch  möglich,
—  wenn  auch  aus  mancherlei  Gründen  nicht  vernünftig  die
            
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