TV. Gap i tel.
Yorllicile der Uoldwälining in den Staaten abendländisclier
Ciiltiir.
Da die Doppel- oder Alteriiativwillirniig sieh als praht\s(di
unhalthar mal als logischer Widersinn erwiesen hat, kann
es sich bei der Frage nach dem zukiinttigen IMänxsystem der
europäischen Staaten eigentlich nur mehr um die Wahl zwischen
der (johl- oder Silherwährung handeln. Es wurde bereits hervm-gehohen
und wird auch von Niemandem bestritten, dass
sich hier die Waagschale mehr und mehr zu Dunsten des Döhles
neigt, u. z. in dem blasse stärker, als ein Land in seiner
wirthschaftlichen Entwicklung und der damit Hand in Han(l
gehenden Steigerung des Verkehrs vorwärts schreitet. Dabei
darf beinahe als Axiom festgehalten werden , dass die Zukunft,
wenn nicht etwa eine radicale Umwälzung in den Werthverhältnissen
beider Edelmetalle eintritt, d. i. also unter der
Voraussetzung, dass das Dold stets um ein vieltaches kostbarer
hleihen wird als das Silber, ganz unstreitig aller Orten
dem Dolde gehört, indem hei stetem Anschwellen der Edelmetallvorräthe
und hei gleichzeitiger Entwicklung des Culturstandes
das Silber endlich im Verkehre aller Nationen zu
schwerfällig werden muss. Abgesehen von diesem allgemeinen
Vorzüge des (joldes, wird es aber auch von den besonderen
Verhältnissen jedes einzelnen Landes abhängen, für welches
Währungsmetall es sich entscheiden muss.
Hat man speciell die Frage vor Augen, zu welchem
Währungssysteme Oesterreich bei Herstellung seiner Valuta
übergehen soll, so kann schon aus rein praktischen Dründen