Full text : Währung und Handel

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Einfluss  pingeräumt  werde-u  darf.  Der  Staat  liât  die  gegebenen
Verhältnisse  und  die  Conse<^uen%eu  seiner  eigenen  Münzmassregeln
  in  seinen  Calcul  zu  ziehen  und  muss  es  im  Uehrigen  dem
Zuialle  überlassen,  ob  die  Concurrenz  anderer  Ursachen,  wie
etwa  eine  Veränderung  der  Productionsbedingungen  oder  der
Kachfrageverhältnisse,  seine  Verluste  steigern  oder  auch  umgekehrt ­
  unter  Umständen  wohl  gar  in  Gewinnste  verwandeln  wird.
Es  ist  sehr  wohl  möglich  ,  dass  auch  andere  Staaten  ebenso
wie  Deutschland,  während  sie  in  der  Durchführung  ihrer  Münzreform ­
  begriifen  sind,  durch  ein  neuerliches  Steigen  der  Silberproduction
  oder  Sinken  der  Silbernachfrage  nach  Ostasien,  vielleicht ­
  auch  wohl  durch  ähnliche  Münzm  assrege  In  anderer
Staaten  überrascht  und  dadurch  grösseren  Verlusten  ausgesetzt
werden,  als  ursprünglich  vorhergesehen  werden  konnte;  umgekehrt ­
  ist  es  aber  ebenso  möglich,  dass  ein  Sinken  der  Silberproduction
  und  eine  Steigerung  der  Verschilf  ungen  nach  Ostasien ­
  die  Silberpreise  relativ  in  die  Höhe  treiben  trotz  der
Goldkäufe,  die  etwa  Oesterreich  iu  Loudon  vornehmen  müsste.
Und  dann  hätte  dieses  die  übrigens  nicht  nach  jeder  Richtung
angenehme  Ueberraschung,  statt  der  erwarteten  Verluste
Gewinne  zu  erzielen.
Ein  sehr  bedeutender  Vortheil  der  Rapierländer  im  Falle
eines  Wechsels  des  Münzmetalls  liegt  auch  darin,  dass  diese
ihre  Dispositionen  bei  Durchführung  der  Reform  mit  weit
grösserer  Ruhe  und  Sicherheit  anzuordnen  in  der  Lage  sind.
Sie  kennen  genau  den  Umfang  des  Circulationsmittels,  welches
sie  aus.  dem  Verkehre  zu  ziehen  haben  und  folglich  ebenso
genau  die  Menge  des  neuen  Circulationsmittels,  welches  an
dessen  Stelle  zu  setzen  ist.  Ihr  Vorrath  an  Silbermünze  ist
gering,  dient  überdies  nicht  den  Zwecken  des  internen  Verkehrs
und  kann  daher,  ganz  unabhängig  von  den  eigentlichen  zur
factischen  Umwandlung  der  Landeswährung  bestimmten  Massregeln,
  vorher  schon  demonetisirt,  eingeschmolzen  und  beliebig
verwendet  werden.  Anders  iu  den  Staaten  mit  factischer  Metallwährung. ­
  Diese  lernen  den  Umfang  ihres  Circulationsmittel-Vorrathes
  erst  durch  die  Reform  selbst  und  auch  durch
diese  nur  annähernd  und  schätzungsweise  kennen.  Sie  wissen
im  Vorhinein  durchaus  nicht,  wie  viel  sie  an  Silbtrgeld  einzuziehen, ­
  an  Goldgeld  zu  schlagen  haben.  Sie  sind  dabei  den
            
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