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bezahlt werden muss, als ein AVeehsel auf AVien über das- 1
selbe Pfund Grold. Wird die Zahlungsbilanz für das Silberland
günstig, so wird allerdings von dieser zu seinen Ungunsten
vorhandenen Differenz ein mehr oder minder grosser
Bruclitheil verschwinden ; aber der Paricours wird für dasselbe
bereits die mathematische Gewinnstgrenze sein, die nur
unter ganz ausnahmsweisen Verhältnissen überschritten werden
kann ; und eine wirklich ungünstige Zahlungsbilanz wird in
Form eines Zuschlages zu der a priori vorhandenen Coursdifferenz
hervortreten. Db Silber im Verhältnisse zum Golde steigt j
(xler fällt, muss dabei ganz gleichgiltig sein. Gleichwie bei |
Berechnung der Wechselcourse in Papier vorerst das Noten- ']
disagio einzurechnen ist, so wird man in den Ländern mit
verschiedenen Währungsmetallen vorerst beide Wechselcourse
auf die l’reise im selben Metalle reduciren müssen, und dann
immer noch finden, dass die Silberwechsel weniger werth sind ’
als die Goldwechsel.
Dies gilt selbstverständlich nur fiir die i s o 1 i r t e n
Silberländer, d. h. für jene, die in ihrem Aussenhandel von
Goldländern abhängig sind. Die AVechsel der ostasiatischen
Länder sind unter ganz anderen Gesichtspunkten zu beurtheilen.
Der ungeheure Ländercomplex am indischen und chinesischen
Ocean hat zwar mit den abendländischen Staaten sehr
umfangreiche Verkehrsbeziehungen ; trotzdem aber verschwinden
dieselben angesichts der weitaus bedeutenderen Beziehungen,
welche diese Länder unter einander selbst haben. Sie
stehen also dem Abendlande gleichberechtigt und gleichkräftig
gegenüber, ihre Preisverhältnisse werden von denen des Abendlandes
nicht stärker beeinflusst, als die abendländischen von
den ihrigen ; das abendländische Gold ist für sie ebensowenig
der Werthmesser, wie ihr Silber der Werthmesser des Abendlandes.
Die Verluste aus der Währungsverschiedenheit werden
also nicht von ihnen allein getragen, sondern zwischen
ihnen und ihren abendländischen Geschäftsfreunden getheilt.
Aber nichtsdestoweniger und trotzdem die Zahlungsbilanz
Ostasiens fortwährend eine günstige ist, muss man es als
wahrscheinlich ansehen, dass der grössere Theil der durch die
Alünzverschiedenheit verursachten Wechsel Verluste nicht von
den europäischen Staaten, sondern von Indien und (diina ge-