Full text : Währung und Handel

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tragen  wird.  Denn  diese  Frage  entscheidet  sich  nicht  darnach,  ol)
ein  Tvand  Edelmetalle  zn  empfangen  oder  zn  zahlen  hat,  sondern ­
  hauptsächlich  darnach,  oh  seine  Preise  mehr  von  denen
des  münzverschiedenen  Cîoncurrenten,  oder  umgekehrt  die  dieses
Concurrenten  mehr  von  den  seinigen  beeinflusst  werden.  Und  im
Verkehre  zwischen  dem  Ahendlande  und  (Jstasien  werden
höchst  wahrscheinlich  die  abendländischen  Preisverhältnisse
viel  massgebender  in  Ostasien  sein,  als  die  ostasiatischen  im
Abendlande,  u.  z.  aus  dem  (trunde,  weil  im  ungeheuren  abendländischen ­
  Verkehre  die  ostasiatisehe  Quote  mehr  verschwindet,
als  die  Quote  des  Abendlandes  im  ostasiatischen  Verkehre.
Auch  der  Einfluss  der  IVIünzVerschiedenheit  auf  den  Zinsfuss
  eines  Landes  bietet  viele  Analogien  mit  dem  Einflüsse
der  Papier  wir  thschaft.  Eine  derartige  Verschiedenheit  und
die  in  ihrem  Gefolge  gehenden  Schwankungen  stören  den  Zufluss ­
  fremder  Capitalien,  vertheuern  durch  Versicherungsprämien,
die  das  ausländische  Capital  fordert,  in  erster  Linie  diese  ausländischen ­
  und  damit  rückwirkend  auch  die  inländischen  ('apital
  ien.  Wahr  ist  allerdings,  dass  der  Zinsfuss  jedes  europäischen
Landes  m  i  n  d  er  stabi  1  wird,  sowie  dasselbe  zur  (ioldwährnng
übergeht.  Dies  folgt  vor  Allem  schon  aus  der  leichteren  Zugänglichkeit ­
  desselben  für  fremde  Capitalien  ,  dem  ebenso  ein
erleichterter  Abzug  dieser  selben  Capitalien  gegenüber  steht.
Es  muss  daher  ohneweiters  zugegeben  werden  ,  wie  schon  im
ersten  Buche  bei  Gegenüberstellung  der  Papierwährung  und  Metallwährung ­
  anerkannt  wurde,  dass  insbesondere  die  Zinsfusspolitik
  ^der  österreichischen  Nationalbank  weit  intensiveren
Veränderungen  ausgesetzt  sein  wird,  wenn  das  Land  zur  Goldwährung ­
  übergeht.  Auch  ist  es  richtig,  dass  derartige  Schwankungen ­
  häutig  mit  weitgehenden  Erschütterungen  für  den
Handelsverkehr  verbunden  sind.  Es  ist  dies  eine  nothwendige
Consecpienz  der  höheren  Verkehrsstufe  ,  welche  die  Goldwährung ­
  der  isolirten  Silberwährung  gegenüber  repräsentirt,  ja
es  gilt  dies  in  der  That  nur  insofern  und  bis  zu  jenem  Umfange ­
  ,  in  welcliem  durch  die  höhere  Währung  thatsächlich
eine  höhere  Verkehrsstufe  erreidit  wird.  iirde  durch  die
Goldwährung  in  (.lesterreich  die  Creditwirthschaft  nicht  entwickelt ­
  ,  der  internationale  Handel  nicht  erleichtert,  die  Production ­
  nicht  befördert,  so  eiitflelen  auch  damit  jene  Ursachen,
            
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