Full text : Währung und Handel

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messer  des  Papier)iuides  von  dem  der  l^idelmetallländer  zwar
verseliiedeii  aber  niclit  scliwankend,  so  würde  sicli  selir
l)ald  ein  stetiges  Verliältniss  1er  inländisclien  und  auslän-(lisclien
  Preise  für  alle  Güterclasseu  lierausstellen.  Man  würde
iin  Handel  mit  dem  Auslande  nicht  mehr  gewinnen  und  verlieren, ­
  als  wenn  man  selbst  eine  Metallvaluta  besässe,  wobei
nur  der  schädliche  Einfluss  der  Valutaentwerthung  auf  die
W^echselcourse,  der  später  behandelt  werden  soll,  von  nachtheiliger ­
  Wirkung  wäre.  Man  könnte  beispielsweise  für  eine
Waare,  die  10  H.  im  entwertheten,  aber  nur  H  H.  im  voll
werthigen  Gehle  gilt,  im  Auslande  eine  andere  Waare  eintausclien,
  die  wieder  nur  H  fl.  im  vollwerthigen,  aber  10  11.
im  entwertheten  Gelde  gelten  müsste.  Durch  die  Schwankungen ­
  der  Valuta  wird  dies  Verliältniss  jedoch  gestört.
Es  ist  nämlich  einleuchtend,  dass  man  im  Papierlande  erzeugte
Güter  dann  mit  dem  grössten  Vortheile  im  Auslände  wird  vcjkaufen
  können,  wenn  durch  eine  plötzliche  Verschlechterung
der  eigenen  heimischen  Valuta  das  Geldstück,  das  man
im  Auslande  erhält,  in  inländischem  Gehle  ausgedrückt
eine  grössere  Summe  repräsentirt,  als  zuvor;  während  man
umgekehrt  im  Auslande  dann  am  vortheilhaftesten  wird
kaufen  können,  wenn  durch  eine  plötzliche  Verbesserung
der  eigenen  heimischen  Valuta  das  Geldstück,  das  man  dem
Auslande  bezahlt,  in  heimische  Valuta  umgerechnet  einen
geringeren  Betrag  repräsentirt  als  zuvor.  Dadurch  aber  wii'd
sich  für  dieses  Land  die  unselige  Tendenz  lierausstellen,  an
das  Ausland  dann  am  meisten  zu  verkaufen,  wenn  der  geringste ­
  reelle  Geldwerth  für  jede  Waare  zu  erlangen  ist,
und  von  dem  Anslande  dann  am  meisten  zu  kaufen,  wenn
der  höchste  reelle  Geldwerth  für  jede  Waare  bezahlt  werden ­
  muss.
Nehmen  wir  ein  concretes  Beispiel.  Ein  Fabrikant  des
Papicriandes  habe  zum  Preise  von  50  H.  in  ^Metallgeld  per
Centner  Baumwolle  gekauft.  Die  Differenz  zwischen  dem
Landgelde  und  dem  Metall-  oder  Wcltgelde  lief  rüge  10  Percent;
er  wird  also  55  fl.  in  eigener  Valuta  dafür  gezahlt  haben.
Diesen  Rohstoff  verwandelt  er,  indem  er  lOO  Arbeitstage  daran ­
  wendet,  in  ein  Gewebe;  der  mittlere  Arbeitslohn  soll  sich
auf  50  kr.  Silber,  das  wäre  also  in  die  Landesvaluta  um-
            
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