Full text: Währung und Handel

gesetzlich, so docli factiscli) eine solche von ho> Vereinigten 
Staaten von Nordamerika eine solche von Vö? Frankreich eine 
solche von \\ Percent. Wenn also beispielsweise österreichische, 
französische nnd englische Exporteure anf den deutschen 
Märkten mit derselben AXhiare concnrriren, deren (lesteliungs- 
kosten dort ganz die nämlichen sind, so käme dem deutschen 
Ennden die englische V aare hei gleichen Preisen nm rnnd 
1Õ5 Pfennige, die französische nm rund 102 Pfennige billiger zn 
stehen als die österreichiche, lediglich aus dem (irunde, weil 
der Schlagschatz in England und Frankreich mässiger ist. 
Und an dem dadurch bedingten Verluste wird der öster 
reichische Exporteur ebenso participiren müssen, wie der 
deutsche Importeur; es wird lediglich von der zufälligen 
Marktconjunctur abhängen, welcher von beiden Theilen den 
grösseren Betrag des Verlustes auf sich zu nehmeu hat, denn 
der in Deutschland bewilligte Preis wird nunmehr das Durch- 
schnittsergebniss der Concurrenz englischer, französischer und 
österreichischer Producto sein. Es kann derart häutig \oi- 
kommen, dass der Oesterreicher allein die durch den Schlag 
schatz bedingten Verluste tragen muss, indem er sich nämlich 
gezwungen sehen kann, die Percent, um welche die Be 
schaffung von Zahlmitteln nach Oesterreich kosts])ieliger ist 
als die Beschatfung von Zahlmitteln nach I rankreich, voll 
nnd ganz vom JMreise seiner Waare nachzulassen. Der Strat- 
zoll, den die (Gesetzgebung auf den Goldimport legt, wirkt 
auf den V aarenexpoi't, der diesen - Goldimport erst hervor- 
rufen muss, oder wenn man die Sache noch von einem anderen 
Gesichtspunkte aus betrachten will, die künstliche Hinaut- 
treibung der Wechselcourse durch den Schlagschatz, äussert 
ganz die nämliche Wirkung, wie die naturgemässe Verbesse 
rung des Wechselcourses, sie hindert nämlich die Exporte 
und wirkt dein Goldzutlusse entgegen. 
Die Sache hat nun allerdings ihre zwei Seiten, den 
geleugnet kann nicht werden, dass der hohe Schlagschatz, in 
dem er den GoldzuHuss erst bei einer sehr günstigen Gestal 
tung der Wechselcourse ermöglicht, dadurch die Gewinnst- 
chanee aus den Wechselcoursen für das betreffende Land 
erhöht. Während z. B. unter Zugrundelegung von '|^ Percent 
Transportkosten und ohne die Einwirkung des Schlagschatzes
	        
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