IX. Caj)itel.
IMo (ioldwiihrniip: in Oesferreich.
Nachdem iin \orliBi'^elieiideii die Xothwendigkeit und
Nützlichkeit der (loldwaliruii^ tür jedes der abeiidländisclien
Völker tarn die angehörige Land uachge wiesen wurde, sollen
nunmehr die näheren Bedingungen des AVälirungswechsels
speciell für Oesterreich dargelegt werden.
Der unerlässliche erste Schritt zur Herstellung der Va
luta ist hier ohne Frage die BeschafFung der (reldmittel zur
Einlösung der unbedeckten Banknoten. Ob man zur metallischen
Silber- oder (foldwährung übergeht, ist diesbezüglich gleich-
gütig. Ein Unterschied wäre höchstens insofern zu constatiren.
als ein Ooldanlelien jedenfalls zu billigerem Zinsfusse zu
contiahiien ist als ein Silberanlehen, umsomehr, wenn das
selbe zur Durchführung der Ooldwähruug bestimmt wird. Es
wurde allerdings im IV. Oapltel erwähnt, dass die österr.-
nngar. Xotencircnlation nm KM) bis 150 Millionen Dulden
niedriger zu veranschlagen ist, wenn die Ooldstücke die Fünf-
und Zehnguldennoten entbehrlich machen. Aus diesem 0runde
müsste thatsächlich das Valuta-Anleheu zur Herstellung der
Silbercirculation geringer sein , als ein zur Durchführung der
Goldwährung bestiuimtes, und um einen entsju'echenden Betrag
würden sich auch die Tvosten der gesammten Oj)cration cr-
mässigen. Man würde statt 500 iüillionen Staatsnoteu etwa
blos 2(M) IMülionen einzulösen haben und damit immer noch
trotz des unzweifelhaft mässigeren Zinsfnsses, zu welchem das