Full text : Währung und Handel

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Noten  selbst  mit  der  Goldwährung  ohne  Zwangscours  als
Steuergeld  im  Verkehre  erhalten.  Aber  diese  Circulation
könnte  im  Anfänge  leicht  gefährlich  werden  und  wäre  auch
später  geeignet,  dem  Staatsschätze  bei  jedem  Nachlassen
des  Circulationsbedürfnisses  Verlegenheiten  zu  bereiten.  Das
\  aluta-Anlehen  sollte  also  so  gross  bemessen  werden,  dass  mit
demselben  die  sämmtlichen  Staatsnoten  eingezogen  werden
können.  Allenfalls  kann  sich  ja  der  Staat  für  den  höheren
Zinsenaufwand  bei  vollständiger  Einziehung  seiner  Zettel
durch  die  Bank  theilweise  schadlos  halten,  denn  es  ist  klar,
dass  diese  grössere  Opfer  zu  übernehmen  sehr  wohl  in  der
liage  ist,  wenn  ihren  Noten  durch  die  des  Staates  keinerlei
Concurrenz  gemacht  wird.
Der  Staat  hat  nun  die  Pflicht,  die  ]\fnnzrefbrni  in  einer
V  eise  durchzuführen,  dass  durch  dieselbe  dem  Verkehre  keinen
Augenblick  lang  die  nöthigen  Circuíationsmittel  entzogen  werden ­
  ;  er  muss  ferner  dafür  sorgen,  dass  die  Durchführung  der
Befoi’in  nicht  unnöthigerweise  verzögert  wird,  und  schliesslich
dafür,  dass  dieselbe  möglichst  ohne  Störung  und  Verwirrung
der  Contractverhältnisse  vor  sich  geht.
Es  wird  sich  daher  empfehlen,  mit  der  Einziehung  der
circulirenden  Silbercourantmünze  zu  beginnen  und  den  auf
Noten  gegründeten  Verkehr  fürs  Erste  ganz  aus  dem  Spiele
zu  lassen.  Am  einfachsten  und  raschesten  wird  der  Staat  der
Silbermünze  habhaft  werden,  wenn  er  bei  Ausschreibung  seines
Anlehens  die  Möglichkeit  offen  lässt,  dasselbe  nicht  blos  in
Gold,  sondern  auch  in  österreichischer  Silbermünze,  und  zwar
unter  Feststellung  einer  dem  Silber  günstigen,  also  mit  einem
Rruchtheile  über  den  Marktverhältnissen  stehenden,  Werthrelation ­
  einzuzahlen.  Da  es  ferner  der  Staatsverwaltung  nicht
aut  den  Besitz  fremder  (Goldmünzen,  sondern  auf  den  Besitz
von  Barrengold  ankommt,  so  ist  es  nui’  vernünftig,  wenn  die
Einzahlung  auch  in  solchen  Barren  genommen  wird,  wobei
dem  fremden  Geldmärkte  eine  an  sich  geringfügige,  der  Arbitiage
  aber  hoch  willkommene  und  von  dieser  sicherlich  rasch
ausgebeutete  Gewinnstchance  geboten  würde,  die  dem  Staate
nicht  einen  Heller  zu  kosten  braucht  und  ihm  doch  die  Manipulation ­
  erleichtert.  Es  ist  überflüssig  zu  bemerken,  dass  die
            
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