wird, als Basis zu ueliiiien, woltei sich daun allerdings ergeben
kann, dass bei einem ferneren Fallen des Silberpreises die
Scheidemünze im Verhältnisse zum 1%«ddconrantgelde schwerer,
im Falle einer inzwischen eingetretenen Preissteigerung des
Silbers leichter ausgeprägt sein würde, als der Relation von
1 zu 14 entspräche. Sollte in der Zwischenzeit die Preis Ver
änderung des Silbers sehr gross gewesen sein, so ist es
sogar nicht unmöglich, dass eine nachträgliche abermalige Ein
ziehung und Umprägung der Scheidemünze noth wendig werden
kann. Aber diese Gefahr ist immerhin weniger bedeutsam als
die eines Trrthums in der Feststellung der Werthrelation für
die neuen Goldstücke, denn nur diese werden den Massstab
für den zukünftigen Verkehr des Landes bilden, und bei diesen
ist daher Alles, was in menschlicher Kraft steht, daran zu
wenden, dass von dem Momente, wo die Werthrelation gesetz
lich geregelt wird, bis zu jenem, wo der Verkehr thatsächlich
auf Gold gegründet ist, die Gefahr einer Veränderung des
Werthes auf ein Minimum reducirt sei.
Wenn man annimmt, dass zur Zeit , wo mit dem
Schlagen der Silbermünzen begonnen wird, die Marktrelation
von Gold und Silber zwischen 17 und 18 zu 1 sich bewegen
dürfte, so werden ungefähr 55 Scheidemünzgulden aus einem
Pfunde Feinsilber zu prägen sein. In Deutschland wurde
der Maximalbetrag der Reichssilbermünze auf 10 Mark per
Kopf festgestellt ; fixirt man, dem entsprechend, den Be
darf Oesterreich-Ungarns an grober Scheidemünze auf 5 ti.
per Kopf (was für den Fall, als der neue österreichische
Goldgulden zur Werthrelation von 17 bis 18 zu 1 geprägt
würde, um 10 bis 15 Percent weniger wäre, als in Deutsch
land für nothwendig gehalten wurde), so würde sich der
Gesammtbetrag der zu .schlagenden Silbermünze auf ungefähr
170 Millionen neuer Gulden beziffern. Dazu wären, wenn
aus dem Münzpfunde 55 Stück geschlagen werden sollen, nahe
an 140 Millionen Silbergulden alter österreichischer Wäh
rung erforderlich. Dies dürfte nach übereinstimmenden
Schätzungen ungefähr soviel sein, als der gesammte Silbervor-
rath, den Oesterreich einlösen und verwerthen muss. 70 Mil
lionen Silber sind im Besitze der Bank, der Vorrath, der sich
zeitweilig in den Staatscassen anhäuft, schwankt zwischen öO