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feillieit“ erstaunen, so könnten sie allerdings auch mit ihren
't Preisen herahgehen, gleichwie sie früher bei derselben Gelegenheit
' mit ihren Preisen hinaufgingen. Es liegt aber in der Natur
j der Sache, dass sie dies nur schwer und ungern thun werden,
wahrscheinlich nicht mit jener Raschheit, mit der sie sich
früher der Preissteigerung accomodirten. Der Vortheil des
Arbeiters wird also für längere Zeit trotz des im V esen
erhöhten Lohnes ein verschwindend geringer sein und dies kann
insüferne auch dem Producenten nicht gleichgiltig bleiben, als
die im grossen Ganzen gleichbleibende Lage des Arbeiterstandes
ihn der j\löglichkeit berauben muss, die Löhne nunmehr
in derselben Weise herabzusetzen, wie er sie trüber,
gedrängt durch die beginnende Noth seiner Arbeiter, heraufsetzen
musste.
Allerdings wird die Entscheidung dieser Frage, ob nämlich
eine Erhöhung odhr Herabsetzung des Lohnes sich je nach
der wechelnden Conjunctur rascher vollziehen lässt, zunächst
von dem Verhältnisse des Angebots und der Nachfrage von
Arbeit abhängen. 1st nämlich in einem Lande das Angebot
von Arbeitskräften sehr gross, dann wird der Unternehmer
bei einer für ihn nachtheiligen Conjunctur sehr rasch, auch
ohne Rücksicht auf die Lage seiner Arbeiter, eine Lohnreduction
erzielen können, und dies wird dann wohl auch im Kleinverkehre
eine verhältnissmäsig rasche Ermässigung der I’reise
herbeiführen. Wenn aber umgekehrt die Nachfrage nach Arbeitskraft
grösser ist als das Angebot, so wird der Unternehmer
auch bei ungünstiger Conjunctur den höheren Lohn so
lange ertragen müssen, bis nicht die schliesslich doch eintretende
Preisermässigung im Kleinverkehr die Lohnerliöliung
zum Bewusstsein des Arbeiters bringt, dessen Lebensstellung
verbessert und dadurch eine Vermehrung des Arbeiterangebots
herbeiführt. Im erste reu Falle wird der Gewinn des Unternehmers
aus der steigenden Conjunctur grösser, sein Verlust
aus der sinkenden geringer sein; im letzteren Falle aber wird
das Umgekehrte eintreten.
Speciell in Oesterreich scheint, wie sich später ergeben
wird, das Verhältniss zwischen Angebot und Nachfrage ziemlich
dauernd zu Gunsten des Arbeiterstandes zu sein, denn