Full text : Währung und Handel

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Percentuelle  Steigerung  der  Lohnsätze.

Bei  der  Ciparrenfabrikation  in  Berlin
Beim  Ziegelstreichen  in  Jena  .
Bea  Setzerlohnes  in  Bern  .
”  I,  „  Jena  .  .  .  .

100
100
100
100

Geaammtdurchschnitt  .  100

133,
113.,

118
161
131..

ilie  durchschnittliche  Steigerung  beträgt  demnach  hier
'  5  Percent,  davon  aber  entfällt  der  Löwenantheil  auf  den
‘^etzerlohn,  der  auch  in  Oesterreich  während  dieser  Epoche
in  noch  w  eit  höherem  Masse  gestiegen  ist,  als  der  mittlere
Lohnsatz.  Die  ordinäre  Handarbeit  stieg  in  Berlin  und  Jena  blos
in  ,  resp.  14  2  Percent,  während  in  Oesterreich  die  Lohn-^eigei
  ung  mehr  als  80  Percent  betrug.  Hass  vollends  in
V'  ien  der  mittlere  Taglohn  von  41  4  Kreuzern  im  Durchschnitte ­
  der  Jahre  1841—1840  auf  87  9  kr.  im  Durchsc^irntte
  der  Jahre  1866—1872,  also  um  112  Percent  stieg,
«e  hier  nur  nebenbei  erwähnt  werden,  da  sich  nicht  verkennen
cisst,  dass  diese  ganz  abnorme  Preissteigerung  weniger  mit
en  allgemeinen  wirthschaftlichen  Verhältnissen,  als  mit  den
Vi..  ^eichen  giossen  Bauten,  die  vom  Jahre  1870  angefangen  in
len  iin  Werke  waren,  zusammenhängt.  Aber  auch  die  aiissc
  ireitende  Lohnsteigerung  in  ganz  Oesterreich  lässt  auf  eine
SHnz  speciell  wirkende  Ursache  schliessen  ,  als  welche  denn
^  s  )ald  die  Valutaschwankungen  nachgewiesen  werden  sollen.

Um  zu  erkennen,  in  welcher  Weise  diese  Valutaschwan
Bigeii  wirkten,  wird  es  wohl  am  dienlichsten  sein,  wenn  mar
sich  jene  Perioden  ganz  besonders  vor  Augen  hält,  in  dener
Í  er  (reldwerth  in  Oesterreich  eine  gleichmässige  Bewegungs
endenz  bewahrte.  Es  sind  dies,  wie  erwähnt,  vornehmlicl
^  icr,  nämlich  die  Zeit  von  1854—1856,  in  welcher  das  Disagic
lapid  von  27*75  auf  5*67  sank,  ferner  die  Epoche  von  185t
IS  18,)^8,  wo  das  Jahresmittel  des  Disagios  um  kaum  mehi
«Is  1  Percent,  nämlich  von  5*67  auf  4*12  sich  bewegte  und
j|”c  1  die  Intervalle  der  Bewegung  im  selben  Jahre  die  geringi'gigsten
  wahrend  der  ganzen  Herrschaft  des  Zettelwesens
Hien,  dei  (xeldwerth  also  verhältnissmässig  am  stationärsten
*  ich;  dann  die  Epoche  von  1858  auf  1861,  wo  das  Disagio
18n  T".  ^  *tieg,  und  endlich  die  Epoche  von
*  8(,5,  wo  das  Agio  von  die.sem  höchsten  Jahresmittel
            
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