Full text : Währung und Handel

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meinen  Consiimtion,  die  eine  naturgemässe  Folge  des  erhöhten
Steuerdruckes  ist,  aus  und  es  wird  stets  von  ganz  specielleu
Verhältnissen  ahhängen,  uh  das  (iewicht  des  ersten  oder  des
zweiten  h  actors  überwiegend  ist,  und  ob  daher  als  unmittelbare ­
  Folge  des  Krieges  ein  Fallen  oder  Steigen  der  Preise
angenommen  werden  muss.  Fin  umfangreicheres  Steigen  der
Preise  in  Folge  eines  Krieges  kann  nur  dann  eintreten,  wenn
die  Behinderung  der  Production  wegen  lange  andauernder  Ver-•
  Wüstung,  lange  andauernder  llechtsunsicherheit  und  ebenso
lange  andauernder  massenhafter  Brachlegung  von  Arbeitskraft
einen  hohen  Umfang  erreicht.  Alles  dies  könnte  für  die  österreichisch-ungarischen ­
  Verhältnisse  in  bedeutenderem  blasse  bei
den  Revolutionskriegen  und  in  etwas  beschränkterem  blasse
bei  dem  italienischen  Kriege  angenommen  werden.  Die  Tabellen ­
  zeigen  aber  für  1848—1H4Í)  durchaus  keinen  hohen  Preis,
nnd  auch  tür  das  Jahr  18:)Ü  eher  billigere  als  theuerere  Preise
denn  im  Durchscbnitle  der  vorhergehenden  und  darauf  folgenden ­
  Jahre.  Das  Jahr  1854  brachte  allerdings  eine  gewaltige
Preissteigerung  der  Körnerfrüchte  und  Debensmittel.  Fs  wäre
jedoch  etwas  allzu  kühn,  angesichts  des  geringen  Fin  Musses
der  früher  erwähnten  zwei  Krieg.sepochen  behaupten  zu  wollen,
«lass  diese  durch  den  Ki  imkrieg  hervorgerufen  worden  8ei,  der
ja  Oesterreich  direct  gar  nicht  getroffen  hat.  Die  Preise  der
Jahre  18t;ti  und  insbesondere  die  von  1870  sind  gleichfalls
höher  als  die  der  vorhergehenden  Jahre,  aber  diese  Steigerungen ­
  stören  denn  doch  den  Durchschnitt  der  Preise  nur  in
höchst  geringfügigem  blasse.
Fs  mag  aber  die  Wirkuiig  des  Krieges  auf  die  Preise
"ie  iininei  geartet  sein,  so  kann  dadurch  doch  keineswegs  die
Dichtigkeit  der  aus  den  Vergleichstabellen  gezogenen  Schlussfolgerung ­
  alterirt  werden,  da  gerade  in  jenen  Jahren,  wo  infensive
  Preissteigerungen  gefunden  wurden,  Kriege  überhaupt
nicht  vorkamen.  Die  Preise  stiegen  von  1854  auf  lK5t;,  also
'^011  einem  Kriegs-  zu  einem  FriedeHsjahre,  und  ebenso  von
If^bl  auf  18lh),  die  beide  Friedensjahre  sind;  sie  sanken  ferner ­
  \  on  I8i)8  auf  1X01,  die  abermals  beide  durch  Kriege  nicht
gestört  waren.  Das  inzwischen  liegende  1850er  Kriegsjahr
•ätte,  so  sollte  man  meinen,  eher  eine  IPreissteigerung  hervori’ufen
  sollen.
            
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