l.eit ausgeglichen wür.le, als es möglich ist, Circnlationsmittel
in einem Laide iiher den Bedarf aufeuspeichern oder aus dem-
selben unter der Bedarfsgrenze lieranszuzielien, ohne dass der
Weltmarkt seine nivellirende Wirkung üben würde. Wo Weid
über dem Bedarf vorhanden ist, dort vermindert sich die
Kaufkraft desselben und es wird wahrlich Niemand ein Weld-
stück in einem Lande behalten, wenn er für dasselbe im
Nachbarlande einen höheren Werth erhalten kann; ebenso
wird Niemand auf die Daiier in Verlegenheit sein, ein (Teld-
stück zu erhalten, wenn er für dasselbe mehr zu bieten ver
mag, als im Naehbarlande für dasselbe zu erhalten ist. Im
Stande der Circulationsmittel eines Landes können daher
allerdings Wellenbewegungen eintreten, ja da ein Zustand ab
soluter Ruhe angesichts der Verkehrsentwicklung der Legen-
v,art kaum denkbar ist, so werden solche Vf^dlenliev/egiingen
auch continuirlich vorhanden sein ; aber jedes Wellenthal wird
sofort durch einen heranspülenden Wellenberg ausgeiullt und
dieser Wellenberg wird wieder einem Wellenthale Platz
machen müssen. Jm grossen Wanzen wird das Niveau des
Gleichgewichtes immer erhalten bleiben, wobei allerdings zu
bemerken ist, dass dieses Gleicbgewicht nicht etwa in einer
Gleichheit der ]\ienge je nach der Ko]ifzabl oder nach dem
inächeniiihalte eines i.andes besteht, »hindern nacli dem A/er-
hältnisse zwischen Vorrath und Circulât,onsbedurtniss sich
ricditet.
]\lit apderen AVorten, es wird überall aut die Lauei so
viel an Circulationsmitteln vorhanden sein, als dem Verkehie
und der Crediteiitwickluiig entspriclit, und als zur Erhaltung
der Glelchmässigkeit der Kaufkraft des Geldes in allen Ver-
kehrsgebieten erforderlich ist.
Lass aber die Kaufkraft der Edelmetalle, ihr Tausch-
werth sinken oder steigen muss, je nachdem sich ihre ]\lenge
bei sonst gleich bleibenden Bedürfnissen des Verkehres ver
mehrt oder verringert, ist ebenso einleuchtend.
Lie W^erthrelation aller Waaren untereinander richtet
sich lediglich nach dem Verhältnisse von Angebot und Nach
frage. Allerdings kann der verhandene Vorrath jeder Waare
vermehrt oder verringert werden , ohne dass sich deshalb ihr