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Die Gütertarife
schiedenheit der Classification oder gar des Systems,
haupt nicht allgemein, sondern nur immer für einzelne Artikel
möglich ist.
Zahlreiche, die weitaus meisten der überhaupt
kommenden Tarifänderungen — der Mehrzahl der Vet'
sender sachlich und häufig sogar formell unverstäiulliek
— werden hierdurch verursacht und schmälern Raum
Zeit für Berücksichtigung der jeweiligen Handelsverhält'
nisse. Da kann es denn nicht Wunder nehmen, dass
den eigentlichen Grund und Zusammenhang der Sache
erkennende Publicum in Deutschland von der willkürlich^"'
unverständigen Aenderungsmanie der Eisenbahnverwaltung""
spricht und ihnen, unter Hinweis auf England, Mangel a"
kaufmännischem Sinn zum Vorwurf macht. Aber nicht hiera"
liegt die Schuld. Bei dem Fehlen jener einheitlichen Grund
läge, und nachdem durch die Einführung verschiedene!
Systeme auch der letzte Best gemeinsamer Ausgangspnnct"
zerstört ist, würde auch der beste Kaufmann es nicht anders
machen können.
Bei Annahme der englischen Einrichtung würde vor ans
sichtlich in Deutschland die Zahl der Ausnahmesätze
einzelne Artikel, und der Tarifänderungen sich bedeuten
geringer als in England stellen, weil eben weder die dent'
sehen Versender noch die deutschen Eisenbahnen an ein s"
genaues Anpassen der Tarifsätze an die jeweiligen Handelt'
Verhältnisse für den einzelnen Artikel, gewöhnt sind,
auch eine gewisse Neigung zur Ruhe und Stabilität, wenig'
stens vorerst, als Nachwirkung des jetzigen verworren"’
Zustandes auf beiden Seiten Zurückbleiben würde.
Tarifbücher. Da in England die Classification und die tarifarisek""
Bestimmungen überall dieselben sind, so enthalten die fnii
bûcher nur die Tariftabellen, während die ersteren sepa!"
abgedruckt sind, zweckmässiger Weise die Classifica^""
doppelt, nämlich einmal als alphabetisches Verzeichniss alt"