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Die Gütertarife.
Unthunlichkeit
der bahnseitigen
Abfuhr im
Massenverkelir.
Eiseinvaareti etc. — würde es überliaupt nicht möglich sei»*
den Betrieb durclizufüliren ; indess reichen auch
Lagerräume nicht immer aus. So standen, als ich auf
Station King s Cross war, trotz der umfangreichen Ivartohc^
lüugazine derselben, von den Tagen vorher 700 Wagen nnt
Kartoftehi imentladen, weil die Magazine voll waren; ausser
dem noch 280 Wagen mit Heu und Stroh, also zusannneD
circa 1000 Wagen unentladen. In jenen Zeiten des voi’i»®^'
Winters soll die Zahl der gleichzeitig unentladen stehende"
Wagen auf 2000 gestiegen sein.
Die englischen Eisenbahnmänner verhehlen sich nick^'
dass diese \ erhältnisse ein schwerer Schaden der engU^ch"^^
Eisenbahnverwaltung sind ; jedoch, eine bezeichnende illustrativ"
zu der Ansicht von der Bedrückung und Vergewaltigung
Publikums durch die Eisenbahnen in England, sie wage’*
es nicht, dem Publikum schärfere Frist- und Strafbestii"
mungen zu bieten. Bei den preussischen Staatsbahnen
trägt die Entladefrist 6 Stunden und die Strafmiethe 1,5 Ma"
pro, Achse und angefangene 6 Tagesstunden d. h. für 2''ei
achsige Wagen 6 Mark, für dreiachsige 9 Mark pro Tag*
Die Ausdehnung der im merchandise Verkehr so glänzß"
bewährten bahnseitigen Abfuhr auf den Massenverkehr
man füi unthunlich wegen des grossen Umfangs desselb®"’
und weil naturgemäss die meisten Addressaten nicht so ^e
deutende Lagerräume besitzen, um, ohne vorherige Beua"^
lichtigung ihnen vors Haus gefahrene grosse Quantität""
unterbi ingen zu können. Da bleibt denn den Eiseiibah""’
Ulli übiig, grosse Lagerräume und Speicherhäuser auf
in Verbindung mit den Stationen anzulegen, eine alleräi"=’*’
füi den Eisenbahnbetrieb wie das Publikum sehr vortheilh"^^
Einlichtung, welche indess ein erhebliches Mehr an
kapital ertordert, und auch zu dem deutschen Zukuof^^
ideal „der Trennung von Traction und Spedition“
Eisenbahn als Nachfolgerin der Chaussee“, im directen Gßg""
Satz steht. Der Geschäftsbetrieb der Eisenbahnen wird d"