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Das Clearinghouse.
Schon jetzt würden z. B. die schweizerischen Bahnen gern Die Möglichkeit
beitreten, und in der That ist auch, soweit ununterbrochene '"I
cnienenverbindungen vorhanden sind, Gemeinsamkeit der Eisenbahnvereins
Einrichtungen ein zu wesentlicher Vortheil, ja geradezu ein «uIöpZl
Bedürfniss, dessen eigene Schwerkraft auf eine Verständigung ^'^enbahmerein.
darübei, auf eine Organisation zum Zweck der letzteren hin
(Irängt. Ist eine solche Organisation erst da, dann dehnt sich,
wenn der natürlichen Entwicklung ihr Lauf gelassen wird,
die Verständigung ganz von selbst auf immer weitere Puñete
aus, wie dies der Gang der Dinge im deutschen Eisenbahn
verein, besonders auch der wiederholt erwähnte Umstand be
weist, dass ohne das Dazwischentreten des Wagenraumtarifs
Sogar eine generell einheitliche Güterclassification schon im
Jahre 1873 im deutschen Eisenbahnverein zu Stande ge
kommen sein würde.
Wie wohlthätig umgekehrt eine möglichst weitgehende
luternationale Verständigung über die bei dem Durchgangs
verkehr auftretenden Fragen, für die Entwicklung des inter-
Uationalen Verkehrs wirken muss, dürfte ebensowohl erhellen,
damit aber auch die grosse allgemein wirthschaftliche und
bobtische Bedeutung dargethan sein, welche die Entwicklung
des deutschen Eisenbahnvereins in der Richtung eines
Europäischen Eisenbahnvereins haben würde.
Darf ich zum Schluss noch einmal zusammenfassen, was zusammen-
u Bezug auf mehi principielle Fragen, meines Erachtens, an fassung der
ehien aus den englischen Verhältnissen zu entnehmen und
•lu Vorschlägen für Deutschland zu machen ist, so wäre dies:
I. Zweckmässige Zusammenlegung der zersplitterten Bahn- machenden
gebiete nach den Hauptverkehrsrichtungen, durch Fu-
sionen.
II. Eine dem Clearinghouseverein analoge Organisation
der deutschen Bahnen in ihren Beziehungen unter
einander.