Full text : Die Social-Demokratie

Egoismus.

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wir  hiermit  zu  viel  gesagt.  Ihr  Wollen  liegt  noch  in  der
Zukunft.  Der  Heilungsprozeß  soll  erst  mit  dem  Anbruch
der  socialistischen  Aera  beginnen.  Bis  dahin  fördert  sie  mit
Borliebe  und  mit  Borbedacht  den  Zerstörungsprozeß.  Um
diesen  zu  beschleunigen,  gefällt  sie  sich  einerseits  in  einer
frevelhaften  Uebertreibung  der  Krankheitserscheinungen,  der
socialen  Nothstände,  und  andererseits  ist  sie  stets  geschäftig,
alle  Heilversuche,  die  nicht  von  ihr  ausgehen,  gesiissentlich  zu
hintertreiben,  oder  wirkungslos  zu  machen.
Wir  fasten  zuerst  die  socialistische  Kunst,  die  Nothstände
zu  übertreiben,  in's  Auge.  Bei  der  Ergründung  und  Be»
Messung  des  Elends  in  der  Arbeiterklaste  wird  niit  der
Statistik  fleißig  operirt,  was  ganz  in  der  Ordnung  ist.  Es
wird  uns  niemals  gelingen,  ein  nur  einigermaßen  richtiges
und  sicheres  Urtheil  über  unsere  socialen  Berhältniste  zu  gewinnen, ­
  wenn  wir  uns  nicht  durch  die  Statistik,  als  dem
unparteiischsten  Zeugen,  die  Alkgen  öffnen  lasten.  Dennoch
ist  sie  kein  Schutzmittel  gegen  ungeheuerliche  Uebertreibungen.
Schon  bastaste  hat  an  ihrer  Hand  die  Kunst  der  Schwarzn,alerei
  gut  verstanden.  Er  citirt  in  seinem  „Antwortschreiben"
(S.  24  il.  25)  aus  Dieterici*)  die  Tabelle  über  das  Einkommen ­
  der  Bevölkerung  des  preußischen  Staats.  Hiernach
besitzen  ein  Einkommen
über  1000  Thlr.  '/,  Procent  der  Bevölkerung,
von  400  bis  1000  „  3'/.
..  200  „  400  „  7''/.
„  100  „  200  „  16'/,
von  unter  100  „  72'/.  »  „
Diese  statistische  Zusammenstellung  hat  ihre  volle  Richtig-*)

  rieterici,  Mittheilungen  des  statistischen  Bureaus,
Jahr  1851,  Band  IV.  p.  226.
            
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