Contents : Inlandskapital, Auslandskapital, Kriegstribute

IL Die Rückzahlungen.

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übertroffen werden und also das Inland nicht mehr bewässern.
 Dann müssen die allerschärfsten Maßregeln ergriffen
 werden: stärkste Zurückschraubung der öffentlichen
 Ausgaben, möglichste Drosselung der Wareneinfuhr,
 Einstellung der Reparationszahlungen. Ob der
nicht geschützte Teil derselben weiter bezahlt werden
kann, wird allein von dem Überschuß der Ausfuhr über
die Einfuhr abhängen. Das wiederum hängt im wesentlichen
 von der Preisgestaltung in Deutschland ab, einer
Preissenkung, die den Export ‚erzwingt. Daß es der
deutschen Regierung selbst bei allem „guten Willen“
gelingen werde, sie herbeizuführen, ist angesichts der
innerpolitischen Verhältnisse und der Ansprüche der
Arbeiterschaft, die an sich auch gewiß nicht unberechtigt
sind, ebenso zweifelhaft, wie es unwahrscheinlich ist,
daß der Preisdruck von selbst durch die Kaufkraftentziehung
 sich einstellen wird. Die Anschauungen der
Vertreter der mechanisch-naturwissenschaftlichen klassischen
 Nationalökonomie werden sich auch hier als
falsch erweisen, weil die Wirtschaffslehre eben keine
„Güterlehre“ ist, vielmehr von den Menschen und ihren
Zwecken nicht abstrahieren kann. ;
Die deufsche Volkswirtschaft befindet sich heufe mit
ihren Tributverpflichtungen einerseits, ihrer Inanspruchnahme
 von Auslandskapital andererseits in ganz ähnlicher
 Lage wie jene Schwindelbanken, deren Gläubiger
so lange hohe Zinsen bekommen, als immer neue Gläubiger
 ihnen weiteres Kapital zuführen. Oder, um ein
weniger krasses Beispiel zu gebrauchen, in der Lage der
heute so viel gepriesenen Bausparkasse der Gesellschaft
der Freunde zu Wüstenrot, die ihren Mitgliedern Baudarlehen
 bis zu 83% der Bausumme zu 4% Zins und
20% AÄmortisation gibt. Sie kann das auch nur so lange
durchführen, als ihr immer neue Teilnehmer mit Einzahlungen
 zuströmen. Wenn aber einmal der Zustrom
plötzlich aufhören sollte, sind die letzten Gläubiger gefährdet.
 Selbst wenn alle Schuldner pünktlich bezahlen
            
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