149 3. Buch. Die Staatsausgaben.
Soweit sich internationale Vergleiche mit Rücksicht auf die
verschiedenartigen Verhältnisse anstellen lassen, zeigt sich folgendes:
Ausgaben in Mark
1904 1914
Armee | Marine Armee | Marine
| | A
Ca A
England 88 12.8 75217 17,70 589012,7 | 1052 | 22,7
Frankreich 536 13,7 | 234 6,0 | AS 19,8 | 501 | 12:6
Rußland CC er
Italien 237 7,2. 14107 | 3,21 36901. 10,5 || 260 77,4
Deutsches Reich / 647 p | 207 | 3,5 / 1768 25,9 | 1 6,9
Osterreich-Ungarn 378 8,0 42 0.91 5768 104 1 151 14128
Die Heeresausgaben stiegen von Jahr zu Jahr, wie dies Massimy,
der Kriegsminister Frankreichs im Weltkriege, auf der Tagung der
interparlamentarischen Union im Jahre 1906, ebenso wie der eng-
lische Premierminister Campbell-Bannermann beklagte und
auch die Haager Friedenskonferenz im Jahre 1907 konnte hieran
nichts ändern.
Die Kosten für die Landesverteidigung betrugen 1913:
für den Dreibund 1784 Millionen Maık
» I» Cweibund 2019 -
Obwohl der Zweibund nahezu durchwegs natürliche Grenzen
aufwies, neutrale Staaten als Nachbarn hatte oder infolge seiner
Riesengröße nicht erobert werden konnte, waren seine Heereskosten
doch erheblich höher als die des Dreibundes. Wenn man das
Volksvermögen dieser Mächtegruppen mit in Rechnung stellt, so
belastete der Dreibund seine Volksgenossen erheblich niedriger als
der Zweibund.
In der Zeit nach dem Weltkriege (1924 bzw. 1925/26) beträgt
das Budget für Landesverteidigung im Ordinarium: Deutschland
555,0 Millionen Goldmark, Schweiz 80,2 Millionen Franken, Groß-
britannien 115,3 Millionen Pfund Sterling, Frankreich 5168,9 Milli-
onen Frank, Jugoslavien 1956,0 Millionen Dinar, Rumänien
4324,6 Millionen Lei, Tschechoslowakei 1815,4 Millionen tschechische
Kronen, Niederlande 58,6 Millionen holländische Gulden, Ungarn
95,7 Millionen Goldkronen. Wegen der Verschiedenheit der Bud-
getierung versagen wir uns Verhältniszahlen! zu berechnen.
Das den niedergerungenen Ländern auferlegte Söldnerheer
.