Full text: Die Social-Demokratie

à la Marat. 
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die Revolution war. „In Marat hatte nicht nur der blut- 
dürftige Fanatismus einen Herold rasenden Mcrdrufs, er 
war auch Repräsentant des Sansculottismus mit widerlichem 
Schmutz in Haut, Haar und Tracht, frecher Gemeinheit der 
Rede und brutalem Pochen auf pöbelmäßige Gleichheit; nach 
seinem Muster bildete dieser sich zur Parteiuniform aus." *) 
Dies das Portrait des Hasielmann'schen Vorbilds. In 
seinem „T/ami du peuple“, den wahrscheinlich der Redas- 
teur des „N. Social-Demokrat" als willkommene Fundgrube 
für seine zum Klastenkampf aufreizende Preßprodukte benutzt, 
schreibt Marat: „Eine allgemeine Insurrektion ist eine 
„heilige Pflicht für alle Franzosen" (Nr. 312); oder in 
Nr. 314: „Vor si Monaten würden 5—604» Köpfe hin- 
„gcreicht haben, um Euch vor dem Abgrund zurückzuziehen; 
„heute muß man vielleicht 5—6000 Köpfe, vielleicht 20,000 
„abschlagen. Man darf keinen Augenblick unschlüssig sein." 
An einer anderen Stelle forderte er 200 mit Dolchen be 
waffnete Neapolitaner. Mit diesen werde er Fraitkreich 
durchziehen und Revolution machen. Er suchte zu beweisen, 
daß 260,000 Köpfe fallen müßten. Dagegen rühmte er 
sich noch seiner Menschenliebe, seiner Gerechtigkeitsliebe; der 
Anblick einer Grausamkeit habe Unwillen in ihm hervorgerufen. **) 
Wir lasten die mitgetheilten Thatsachen für sich selbst 
reden. Klastenkämpfe haben schon manchnial furchtbare Ka 
tastrophen herbeigeführt. Durch ähnliche Kämpfe die deutsche 
Gesellschaft zu erschüttern, und die sociale Ordnung zu zer 
trümmern, ist die ausgesprochene Absicht der Social-Demokratie. 
*) Wachsmuth, Geschichte Frankreichs im Revolutionszeit- 
alter II, 5 
**) Wachsmuth II, 21. 
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