ļg(; VII. Die Religion und die Soc.'Demokratie.
„sich fortwährend mit Vorwürfen über die albernsten Dinge
„abmartern und geißeln. Und ist dann das große Ziel er-
„ reicht, ist aus dem empfänglichen, genußfähigen Menschen
„ein gegen Schmerz und Freude kaltes, jeden Genuß verab-
.. scheuendes Wesen gemacht, dann hält auch der Glaube, der
„so viel versprochen, sein Wort nicht: er kann es nicht hal-
„ten, er lügt die versprochenen Freuden, sic bleiben fern,
„beim die Sinneswerlzcugc, die einzigen Empfindungsorgane,
„sind abgestumpft, fast abgetödtet, und können weder für
„Schmerz noch für Freude empfänglich sein. Wo Einer
„an Gott glaubt, dort ist ein Golgatha; dort wird
„Einer gekreuzigt. Man macht dem Atheismus den
„Borwurf, daß er den Menschen zum Thiere stemple; gut,
„wir verzichten aus eure Gottähnlichkeil; wir wissen, daß
„der Unterschied zwischen Mensch und Thier nur ein gra-
„dueller ist."
Mit dieser jämmerlichen Darstellung des Gottesglaubeus
und seiner Wirkungen verbindet der Schluß dieses Artikels
die Verherrlichung des Atheismus:
„Mit dem letzten Christen wird auch der letzte
„Sklave frei werden. Die Zukunft muß dem
„Atheismus gehören, nur in ihm ist das Heil für
„die Menschheit, die ihre guten Rechte so lange
„für einen Wahn verschacherte, zu finden."
Tie einfache Mittheilung solcher Sudeleien genügt. Es
h:eße eine ausgeprägte Narrheit mit Vernunftgründen be
kämpfen, wollten wir ein einziges Wort der Kritik hinzu
fügen. Wir weisen noch auf eine Stelle hin, die wir in
einem Auszug aus einer französischen „Studie über die so
cialen Lehren des Christenthums" im „Voltsstaat" 1873,
lll) finden. Sie lautet:
„Ja die Revolution ist satanisch ihrem Wesen nach,