Full text : Die Social-Demokratie

188  VII.  Die  Religion  und  die  Soc.-Demokratie.
„Drum  beten  wir  auch  für  und  für
„Trotz  Micheln  und  trotz  Matzen:
„Den  Himmel  überlasien  wir
„Den  Engeln  nnd  den  Spatzen!"
„Das  große  Heer  der  schwarzen  Brut,
„Die  Gottesstellvertreter,
„Erheben  drum  in  grimmer  Wuth
„Ein  Höllenmordgezeter.
„Schreit  nur!  von  uns  erhaltet  thr
„Nicht  einen  rothen  Batzen:
„Den  Himmel  überlassen  wirken ­
  Engeln  und  den  Spatzen!"
„Es  hat  die  Wissenschaft  mit  Macht
„Das  Himmelreich  entgöttert,
„Und  eures  Glaubens  blinden  Schacht
„Ein  Donnerlchlag  zerschmettert.
„Wahrheit  heißt  unser  Kampspanier
„Und  nicht  ein  thöricht  Schwatzen:
„Den  Himmel  überlassen  wir
„Den  Engeln  und  den  Spatzen!"
„Wir  Armen,  die  mit  Blut  und  Schweiß
„Die  Pfaffen  einst  gefüttert,
„Ihr  macht  uns  nicht  die  Hölle  heiß,
„Bor  der  kein  Weiser  zittert.
„Komnlt  ihr,  wir  weisen  Euch  die  Thür,
„Mögt  ihr  vor  Aerger  platzen:
„Den  Himmel  überlasien  wir
„Den  Engeln  und  den  Spatzen!"
Nach  den  beigebrachten  Beweisen  kann  die  Stellung  der
Social-Demokratie  zur  Religion  nicht  mehr  unklar  sein.  Die
socialistische  Presse  läßt  es  ja  an  deutlichen  Erklärungen
nicht  fehlen.  Es  kann  auch  nicht  mehr  zweifelhaft  sein,  daß
ihr  Widerwille  gegen  jede  Religion  nicht  etwas  Nebensächliches ­
  bei  ihr  ist,  das  keine  besondere  Beachtung  verdiene.
            
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