Full text : Die Social-Demokratie

Zweck  der  Presse.

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in  seinen  letzten  Zielen  und  Konsequenzen  der  Versammlung
vor  Augen  gemalt  wurde.  Die  Social-Demokratie  hat  alle
Ursache,  mit  ihren  letzten  Zielen  etwas  hinter  dem  Berge  zu
yalten.  Denn  die  nackte,  aller  Schminke  entkleidete  Gestalt
des  Socialismus  hat  so  wenig  Anziehendes,  daß  durch  deren
Schaustellung  die  Massen  nicht  leicht  begeistert  und  gewonnen
werden.  Der  Zweck  der  social-demokratischen  Presse  ist
i^aher  gleichwie  bei  der  persönlichen  Agitation  nicht  die  offene
""d  rückhaltslose  Belehrung  über  den  Socialismus,  sondern,
wie  wir  im  Verlauf  unserer  Darstellung  noch  weiter  zeigen
werden,  die  schwindelhafteste  Reklame  für  den  von  der  Masse
nur  oberflächlich  gekannten  und  noch  viel  weniger  verstandenen
Socialismus.
Der  „Volksstaat"  bringt  zwar  aus  Beschluß  des  Dresdner
Kongreffes  (Volksstaat  1871,  68)  an  der  Spitze  einer  jeden
"Nen  Quartalsnummer  das  Programm  der  ..social-demokraîlschen
  Arbeiterpartei"  zum  Abdruck  und  von  Zeit  zu  Zeit
wird  daffelbe  auch  in  einer  besonderen  Agitationsnummcr
besprochen.  Es  kann  jedoch  nur  eine  kurzsichtige  Leichtgläubigkeit ­
  in  jenem  Programm  einen  vollständigen  und  unverblümten
Ausdruck  der  socialistischen  Bestrebungen  und  Ziele  finden,
^ir  wagen  zu  behaupten,  daß  das  Programm  nur  das
aufspricht,  was  es  nach  kage  der  Tinge  heute  sagen  kann
und  darf,  und  womit  es  die  Arbeiter  gewinnen  zu  können
hofft,  und  daß  noch  gar  manches  zwischen  den  Zeilen  gelesen
werden  muß,  wenn  man  vom  Socialismus  ein  vollständiges
Bild  erhalten  will.  Der  von  dem  „Volksstaat"  als  ein
»euer  Kommunist  begrüßte  Privatdocent  der  Nationalökonomie
Dr.  E.  Dühring  in  Berlin  betont  in  seiner  Schrift:  „Kursus
ber  National-  und  Socialökonomie"  gleichfalls  den  Mangel
eines  vollständig  klaren  Systems  des  vorgeschrittensten  Socialismus. ­
  Der  Recensent  dieses  Buches  legt  im  „Volksstaat"
            
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