Full text : Die Social-Demokratie

G8  III  Umsturz  d.  Ordnung  durch  die  Soc  -Demokratie.
„„Pfui,  Branntwein?"  hör  ich  rufen  sic  voll  Hohn,
„Die  Fröhlichen  auf  Kanzeln  und  auf  Thronen.
„Sie  wissen's  nicht,  daß  für  des  Elends  Sohn
„Im  Feuerwasser  Himmelsfreuden  wohnen.
„Der  Lethestrom  ist's  ans  der  alten  Zeit,
„Der  Alles  fortschwemmt  auf  den  sel'gen  Wogen,
„Den  bittern  Gram,  das  herbe  kalte  Leid,
„Und  die  Erinnrnng,  wie  man  uns  betrogen.
„Dem  armen  Hiller  würd'  es  Wohlgemuth,
„Als  er  getrunken  seines  Schmerzes  wegen,
„Und  glüh  nder  in  den  Adern  rollt  sein  Blut,
„Und  neue  Lebenskraft  fühlt  er  sich  regen.
„Und  auch  den  Kindern  gab  er,  daß  sie  all'
„Im  süßen  Taumel  purzelten  und  sprangen
„Bunt  durcheinander,  und  mit  lautem  Schall
„Schalkhafte  Lieder  jodelten  und  sangen.
„So  lustig  hatte  sie  noch  nie  erblickt
„Der  arme  Bater,  und  den  heitern  Scherzen
„Und  Spielen  folgt  er,  ob  auch  ungeschickt.
„Wofür  sie  ihn  dann  unaufhörlich  Herzen.
„O,  welche  fei  ge  Stunde!  —  Doch  sie  nahm
„Ein  schnelles  Ende,  als  der  Schlaf  nun  leise
„Hin  zu  den  müden,  trunk'nen  Kindern  kam
„Und  sie  einlullte  mit  der  eig'nen  Weise.
„Sie  waren  schön,  die  Kinder,  ja  fürwahr!
„Wer  sie  dort  schlummern  sah  nach  so  viel  Freuden,
„Die  ros'gen  Köpfchen  mit  dem  gold'nen  Haar,
„Der  mochte  wohl  den  Bater  d'rnm  beneiden.
„Der  aber  wurde  traurig  wiederum  -r
„Der  Rausch  verflog,  das  alte  Leid  erwachte  —
„Und  als  die  Kindlein  vor  ihm  still  und  stumm,
„Da  starrt  er  wild  auf  sie  herab  und  dachte:
            
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