Full text : Die wirthschaftliche Bedeutung und Rentabilität des Elb-Spree-Canals

#

e

4

51

pro  Kilometer-Tonne  in  Pfennigen
a)  bergwärts

Kilom.

1877

1878

Baumwolle
Düngemittel
Eisen,  roh
Farbhölzer  in  Stücken
Getreide
Harz,  ordinär
Kaffee
Petroleum
Schiefer
Stückgüter

Hamburg-Dresden
desgl.
desgl.
desgl.
desgl.
desgl.
desgl.
desgl.
desgl.
desgl.

581
581
581
581
581
581
581
581
581
581

P,80
1,46
1,40
1,67
1,72
1,72
E89
2,06
1,54
1^9

1,67
1,37
1,37
1,54
1,46
1,54
1,80
1,72
1,37
1,80

Braunkohlen
desgl.
Getreide  .  .  .
Rohzucker  .  .
desgl.  .  .

b)  thalwärts

Aussig-Magdeburg
Aussig-Hamburg
Dresden-Hamburg
Aussig-Hamburg
Dresden-Hamburg

371
671
581
671
581

1,46
0,67
1,03
1,12
1,09

1,21
0,61
0,90
1,17
0,90

1879

1880

1,46
1,25
1,23
1,46
1,20
1,37
1,72
1,54
1,29
1,72

1,67
1,27
1,27
1,54
1,37
1,54
1,89
1,80
1,37
1,80

1,11
0,56
0,90
1,00
0,83

1,05
0,56
0,90  ■
0,78  —
0,79

Nach  der  vorstehenden  Tabelle  betrugen  die  Frachtpreise  pro  Kilometer-Tonne
  in  1880  bergwärts  von  1,27  bis  1,89  Pf.,  thalwärts  für  besonders  bevorzugte
Massen-Artikel  von  0,78  bis  1,05  Pf.

Der  Canal  ist  150  Tarif-Kilometer  lang.  Nimmt  man  1  Pf,  Canalgebühren
pro  Tonnen-Kilometer,  was  %  Pf.  =  0,375  Pf.  pro  Centner-Meile  entsprechen  würde,  in
Aussicht,  so  erhält  man:

1  650  000  Tonnen  X  150  Km  X  1  Pf.
=  M.  2475000  Einnahme,

d.  h.  eine  Verzinsung  des  Anlagecapitals  zu  6,18%  jedoch  noch  ohne  Amortisation, ­
  ohne  Deckung  der  Verwaltungs-  und  Betriebskosten,  dagegen  unter  der  Voraussetzung, ­
  dass  der  Schiffer  für  sein  Fortkommen  durch  Segel,  Pferdezug  oder  Menschenkraft ­
  selbst  sorgt.  Nun  ist  aber  für  den  Canal  ein  schnellerer  Betrieb  gedacht.  Durch
die  Tauerei  sorgt  die  Canal-Gesellschaft  für  das  Fortkommen  des  Schiffers,  wie  sie  gleichfalls ­
  übernehmen  muss,  über  die  in  der  Canalstrecke  vorhandenen  2  geneigten  Ebenen
den  Transport  mittelst  Eisenbahn  zu  bewirken.  Sowohl  mit  Rücksicht  hierauf,  als  auch
unter  der  Erwägung,  dass  der  Canal  den  Wasserweg  um  nahezu  %  der  gegenwärtigen
Länge  abkürzt,  kann  nach  Ansicht  des  Verfassers  eine  höhere  Canalgebühr,  als  1  Pf.
per  Tonnen-Kilometer  in  Ansatz  gebracht  werden.
Rechnet  man  im  Durchschnitt  Pf.  Canalgebühr  inch  Schlepp-Lohn  pro
Tonnen-Kilometer,  wobei  nicht  ausser  Acht  zu  lassen  ist,  dass  die  grossen  Massen-Artikel,
  wie  Kohlen,  Steine,  Holz  etc.  billiger,  die  höherwerthigen  Artikel  und
namentlich  die  Stückgüter  etwas  theurer  zu  fahren  sein  werden,  so  ergiebt  sich
folgende  Berechnung:
1650000  Tonnen  X  150  Km.  X  Pf.
=  3  712  500  M.  Einnahme.

Um  den  Betrag  von  Pf.  per  Tonne  und  Km.  in  den  etwas  gangbareren  Begriff
der  Berechnung  nach  Ctr.-Meilen  umzusetzen,  sei  bemerkt,  dass  Há  Pf.  per  Ton.-Km.
entsprechen  ®/i6  Ph  =  0,563  Pf.  per  Ctr.-Meile.
            
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