Object : Der Weltverkehr und seine Mittel

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Seehäfen.

einem  Ponton,  und  zwar  kommen  Schwimmpontons  oder  Schiebepontons  zur  Anwendung.
Ein  Schwimmponton  ist  ein  eisernes  schiffsartiges  Fahrzeug,  das  so  gestaltet  ist,  daß  es
in  die  am  Dockhanpt  befindlichen  Falze  mit  seinem  Vorder-  und  Hintersteven  genau
paßt.  Zum  Verschließen  des  Docks  wird  es  in  die  Falze  eingefahren,  und  dann  wird  in
das  Ponton  Wasser  eingelassen,  es  senkt  sich  auf  die  Sohle  und  legt  sich  beim  Leerpumpen
des  Docks  an  einen  Anschlag  an  der  Sohle  und  in  den  beiden  senkrechten  Falzen  dicht  an.
Vor  dem  Ausfahren  wird  das  in  das  Ponton  eingelassene  Wasser  wieder  ausgepumpt,  so
daß  das  Ponton  wieder  schwimmt.  Das  Deck  des  Pontons  bildet  zugleich  einen  bequemen
Übergang  von  einer  Seite  des  Docks  zur  anderen.  Weite  Dockeinfahrten  werden  in  neuerer
Zeit  durch  Schiebepontons  abgeschlossen,  die  in  der  Anschaffung  zwar  teurer,  im  Betrieb
jedoch  billiger  sind  als  Schwimmpontons  und  noch  den  weiteren  Vorteil  bieten,  daß  sie  bei
jedem  Wasserstand  und  auch  bei  Wind  mit  Leichtigkeit  bewegt  werden  können,  während
Schwimmpontons  nur  bei  Hochwasser  aus-  und  eingefahren  werden  können  und  bei
starker  Strömung  oder  Wind  Gefahr  laufen,  an  den  Dockmauern  beschädigt  zu  werden.
Die  Schiebepontons  bestehen  aus  2  kräftigen  gegeneinander  versteiften  eisernen  Wänden,
die  einen  wasserdichten  eisernen  Kasten  einschließen  und  durch  den  Auftrieb  so  entlastet
sind,  daß  sie  leicht  auf  Rollen,  oder  auch  ohne  solche  vor  dem  Dockhaupt  hin-  und  herbewegt ­
  werden  können.  Damit  ein  Schiff  nach  beendigter  Ausbesserung  das  Dock  wieder
verlassen  kann,  wird  das  Außenwasser  durch  Kanäle  in  den  Seitenwänden  des  Docks
eingelassen.  In  Bremerhaven  ist  ein  Trockendock  erbaut,  welches  Schiffe  bis  zu
20  000  Registertons  aufnehmen  kann.
Schwimmdocks.  Die  Baukosten  der  Trockendocks  sind  sehr  hoch,  namentlich  verschlingt ­
  die  Gründung  bei  ungünstigen  Bodenverhältnissen  sehr  viel  Geld.  Diese  Gründungskosten ­
  werden  bei  den  sogenannten  Schwimmdocks  ganz  erspart.  Ein  Schwimmdock
hat  die  Form  eines  großen  an  den  Schmalseiten  offenen  Troges  mit  hohlem  Boden  und
eben  solchen  dicken  Wandungen,  welche  mit  Wasser  gefüllt  und  durch  Pumpen  wieder
entleert  werden  können.  Soll  ein  Schiff  im  Schwimmdock  gedockt  werden,  so  wird  dieses
durch  Einlassen  von  Wasser  so  tief  gesenkt,  daß  das  Schiff  mit  genügendem  Spielraume
über  der  Sohle  des  Docks  in  dieses  einfahren  kann.  Jetzt  werden  die  Pumpen  in  Betrieb
gesetzt,  um  das  Wasser  aus  Boden  und  Seitenwänden  wieder  zu  entfernen,  und  langsam
hebt  sich  das  Dock,  das  Schiff  setzt  sich  mit  seinem  Kiel  wie  im  Trockendock  auf  den  Kielstapeln ­
  auf  und  wird  wieder  gegen  die  stufenförmigen  Seitenwände  abgesteift.  Das  Dock
hebt  sich  weiter  mit  seiner  Last,  bis  der  Dockboden  über  Wasser  liegt.  Die  ersten
Schwimmdocks  waren  ganz  aus  Holz  gebaut;  ein  solches,  bald  ein  halbes  Jahrhundert
altes  Dock  befindet  sich  noch  auf  der  Klavitterschen  Werft  in  Danzig  in  Betrieb.  In
neuerer  Zeit  kommen  ausschließlich  Stahl  und  Eisen  zur  Verwendung.  Boden  und  Seitenwände ­
  eines  eisernen  Docks  sind  durch  wasserdichte  Wände  in  zahlreiche  Zellen  eingeteilt,
um  bei  etwaigen  Beschädigungen  das  Eindringen  von  Wasser  auf  einzelne  Teile  beschränken ­
  und  das  Dock  dadurch  flott  halten  zu  können,  sowie  auch  um  beim  Füllen  und
Leeren  das  Dock  im  Gleichgewicht  zu  erhalten.  Die  einzelnen  Zellen  sind  daher  durch
Rohre  und  Ventile  miteinander  verbunden.  An  ihren  Liegeplätzen  müssen  die  Schwimmdocks ­
  selbstverständlich  an  kräftigen  Dalben  oder  Ankerbojen  mit  Ketten  schwersten  Kalibers
befestigt  sein,  um  den  Stürmen  trotzen  zu  können.
Während  bei  einem  Trockendock  das  Außerwassersetzen  eines  kleinen  Schiffes  länger
dauert  als  bei  einem  großen  Schiff,  weil  je  kleiner  das  Schiff,  desto  mehr  Wasser  ausgepumpt ­
  werden  muß,  bietet  das  Schwimmdock  den  Vorteil,  daß  es  im  Betrieb  der  Größe
des  zu  dockenden  Schiffes  angepaßt  werden  kann,  weil  es  nur  so  weit  gesenkt  zu  werden
braucht,  als  der  Tiefgang  des  Schiffes  es  verlangt;  ein  kleines  Schiff  kann  in  drei  bis
vier  Stunden  gehoben  werden.  Es  sind  aber  auch  Schwimmdocks  gebaut  worden,  die  sich
zum  Heben  kleiner  Fahrzeuge  in  einzelne  Abteilungen  zerlegen  und  zum  Heben  großer
Schiffe  miteinander  zu  einem  großen  Dock  verbinden  lassen.  Die  bekannte  Schiffswerft
von  Blohm  &  Voß  in  Hamburg  besitzt  ein  solches  Schwimmdock  mit  einer  Gesamtlänge
von  210  in,  das  sich  in  6  Abteilungen  von  je  1000  bis  1500  t  Tragfähigkeit  zerlegen
läßt.  Zum  Leerpnmpen  dieses  Docks  dient  eine  Kreiselpumpe  mit  einer  Leistungsfähigkeit
            
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