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Und damit wären unsere Hauptforderungen, die wir
im Interesse unserer Industrie und Landwirtschaft und des
allgemeinen Einvernehmens mit dem rumänischen Staate
stellen zu müssen glaubten, im Grossen und Ganzen erledigt.
Wohl hätten wir bei den Getreidezöllen gegenüber
Rumänien vielleicht das Zugeständnis vorschlagen können,
man solle nur einen Theil derselben, die Hälfte, österreichischerseits
als Einfuhrszoll erheben, das Superplus,
eventuell die andere Hälfte solle Rumänien als Ausfuhrszoll
einzuheben sich verpflichten. Dies wäre schon
vom fiscalischen Standpunkte für Rumänien nicht so unvorteilhaft
nnd überdies nichts so Neues für die Production
Rumäniens, die ja bis in die Sechziger-Jahre 3 bis • r ) 0 /o
Ausfuhrszölle zu tragen hatte. Rumäniens Industrie ist
überdies noch in den Kinderschuhen, Verbilligung der Rohproducte
durch Ausfuhrszölle könnten ihr wohl erwünscht sein.
Wir deuteten dies absichtlich nur ganz flüchtig an, ist
dies doch nur ein Detail in der Verzollungsfrage für das
Getreide. Wichtig ist, dass das rumänische zu uns importirte
Getreide mit einem genügenden Zolle belastet werde.
Wer aber diesen Zoll erhalten soll, ob unser, oder der rumänische
Staatsschatz, das ist eine finanz- aber keine handelspolitische
Frage.
Im Folgenden wollen wir nur noch erwägen, ob Oesterreich-Ungarn
selbst dann auf Erfolge seiner Bestrebungen
rechnen kann, wenn Rumänien vorderhand den Zoll- und
Eisenbahnkrieg dem Frieden vorzieht, ob Oesterreich-Ungarn
oder Rumänien stärkere Repressalien zur Verfügung stehen!