Maßstab dar für die fortschreitende Entwickelung der Land-
wirthschaft und Industrie in dem betreffenden Staate. Tie
Fortschritte in der landwirthschaftlichen und industriellen Pro-
duktion vermögen jedoch keineswegs mit dem fortlanfenden na-
türlichen Zuwachs der Bevölkerung gleichen Schritt zu halten.
Da nun unmöglich mehr Menschen in einem Staate leben
können, als der augenblickliche Zustand von dessen Nahrungs-
quellen bedingt, so müssen offenbar Ursachen wirksam sem.
welche der Tendenz der Bevölkerung, sich in rasch steigender
Progression zu vermehren, stetig entgegenwirken. Solche Ursachen
finb bi, Wrmutb, baS Gienb unb bas Cast«, bu,* mel*e so-
wohl bie Geburtsziffer unter ihr natürliches Niveau herunter-
gedrückt als auch die Sterblichkeit, insbesondere die Kindersterb-
lichkeit erhöht wird; eine solche Ursache ist auch die Aus-
Wanderung. Sofern die Auswanderung den überschüssigen
Theil der Bevölkerung entführt, verstopft sie jene Quelle, wel-
cher Armuth. Elend und Laster mit ihren traurigen Gefolg-
schäften entströmen, und wirkt somit überaus segensreich; auf
falsche Bahnen geleitet, vermag sie jedoch sowohl m nationaler
wie in wirtschaftlicher Hinsicht außerordentlichen Schaden anzu-
richten. Die Auswanderung wirkt durchaus unheilvoll, wenn
sie die Zahl der waffenfähigen Mannschaft in gefahrdrohendem
oerminbert, seiner wenn bie Wusmanberer but* masse»,
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Wie und wohin ist die Auswanderung zu lenken, damit die
Kräfte, welche sie dem heimathlichen Boden entzieht, der Nation