Full text: Die Deutschen im Auslande

Maßstab dar für die fortschreitende Entwickelung der Land- 
wirthschaft und Industrie in dem betreffenden Staate. Tie 
Fortschritte in der landwirthschaftlichen und industriellen Pro- 
duktion vermögen jedoch keineswegs mit dem fortlanfenden na- 
türlichen Zuwachs der Bevölkerung gleichen Schritt zu halten. 
Da nun unmöglich mehr Menschen in einem Staate leben 
können, als der augenblickliche Zustand von dessen Nahrungs- 
quellen bedingt, so müssen offenbar Ursachen wirksam sem. 
welche der Tendenz der Bevölkerung, sich in rasch steigender 
Progression zu vermehren, stetig entgegenwirken. Solche Ursachen 
finb bi, Wrmutb, baS Gienb unb bas Cast«, bu,* mel*e so- 
wohl bie Geburtsziffer unter ihr natürliches Niveau herunter- 
gedrückt als auch die Sterblichkeit, insbesondere die Kindersterb- 
lichkeit erhöht wird; eine solche Ursache ist auch die Aus- 
Wanderung. Sofern die Auswanderung den überschüssigen 
Theil der Bevölkerung entführt, verstopft sie jene Quelle, wel- 
cher Armuth. Elend und Laster mit ihren traurigen Gefolg- 
schäften entströmen, und wirkt somit überaus segensreich; auf 
falsche Bahnen geleitet, vermag sie jedoch sowohl m nationaler 
wie in wirtschaftlicher Hinsicht außerordentlichen Schaden anzu- 
richten. Die Auswanderung wirkt durchaus unheilvoll, wenn 
sie die Zahl der waffenfähigen Mannschaft in gefahrdrohendem 
oerminbert, seiner wenn bie Wusmanberer but* masse», 
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Wie und wohin ist die Auswanderung zu lenken, damit die 
Kräfte, welche sie dem heimathlichen Boden entzieht, der Nation
	        
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