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keit des deutschen Industriellen und des deutschen Kaufmannes,
in Frage gestellt. Die Erwerbung ausgedehnter Kolonialgebiete
in Afrika und in der Südsee wird ohne Zweifel
Deutschland neue, sichere Absatzmärkte für seine Jndustrieerzeug-*
nisse verschaffen und es endlich in den Stand setzen, sich von
dem englisch-holländischen Zwischenhandel in Kolonialwaaren unabhängig
zu machen.
Es liegt in der Natur der Sache, daß der Kampf unter
den europäischen Nationen am heftigsten da wüthet, wo sie einander
am engsten und am mannigfaltigsten berühren, und dieses
ist im Allgemeinen in Europa selbst der Fall. Die Lage
des Wohngebiets der Deutschen, in der Mitte des europäischen
Kontinents, ist insofern eine unglückliche zu nennen, als es von
zwei Seiten, von Osten und von Westen, den Angriffen mächtiger
Nachbaren ziemlich offen ausgesetzt ist. Andererseits haben
wir jedoch, nach den Worten unseres großen Reichskanzlers,
in diesem Umstande eine göttliche Fügung zu erblicken,
nach welcher die deutsche Nation verhindert werden soll, sich
dem erschlaffenden Gefühl behaglicher Sicherheit hinzugeben und
in Trägheit und Versumpfung zu gerathen.
Unsere westlichen Nachbaren, die Franzosen, ursprünglich
den Deutschen an Macht und Ansehen bedeutend nachstehend,
haben stets mit nachahmenswerther Schlauheit und Rücksichtslosigkeit
Zeiten der Uneinigkeit, also auch der Schwäche
Deutschlands auszunutzen gewußt, um auf seine Kosten ihr Gebiet
zu erweitern und demgemäß ihre politische Bedeutung zu
vergrößern. Niemals jedoch vermochten die Franzosen dem geeinten
Deutschland zu widerstehen. Wirklich gefährlich können
sie uns jetzt und, wie es scheint, für alle Zukunft um so weniger
werden, als ihre jährliche Bcvölkerungszunahme sowohl