Full text: Die Deutschen im Auslande

77 
„Kommunistische Arbeiter-Bildungsverein" in Tottenhamstreet 
in seinen Bestrebungen fast gar nicht von den anarchistischen 
Klubs. „Ja, er steht zu einem jeden derselben, die sich unter 
einander bitter befehden, in freundschaftlichem Verhältniß, be- 
zeichnet sich auch als 11. Sektion des Kommunistischen Arbeiter- 
Bildungsvereins, während der anarchistische Klub in Whitfield- 
street (der erwähnte Whitsieldklub) als 1. Sektion und die 
„Morgenröthe" als 111. Sektion bekannt sind. Sie sind eben 
alle drei aus dem von Karl Marx. Scherzer und Engels im 
Jahre 1848 gegründeten „Kommunistischen Arbeiter-Bildungs- 
verein" hervorgegangen." Arbeiter-Bildungsverein l Welcher 
Hohn l Es mag hier festgenagelt werden, daß ein Herr Leopold 
Kätscher in seinem bei Reclam erschienenen Büchlein „Aus Eng 
land", nachdem er mit Recht hervorgehoben hat. daß traurig 
viele der Deutschen Londons durch Mangel an Arbeit und Brot 
getrieben in das Verbrecherthum versinken und so das Ansehen 
des deutschen Namens empfindlich schädigen, wörtlich fortfährt: 
„Der gut organisirte und groß angelegte kommunistische Ar- 
beitcr-Bildungsverein zieht viele eingewanderte Deutsche an sich;, 
allein kann er indeß auch nicht helfen." Wenn die Engländer 
den Deutschen vorwerfen, die englischen Arbeiter mit den sozial- 
revolutionären Ideen, welche ihnen vordem gänzlich fremd wa- 
ren, bekannt gemacht zu haben, so kann man ihnen mit vollem 
Recht entgegenhalten: Warum gewährt ihr den schurkischen 
Verfechtern jener gefährlichen Ideen ein Asyl? 
Unleugbar herrscht in weiten Kreisen der englischen Gesell- 
schaft, besonders in den mittleren und unteren Schichten, Haß 
und Erbitterung gegen Alles, was deutsch heißt. Zum Theil 
mag dieses von der steigenden Konkurrenz herrühren, welche 
Deutschland dem englichen Welthandel macht, zum Theil - so-
	        
Waiting...

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.