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„Kommunistische Arbeiter-Bildungsverein" in Tottenhamstreet
in seinen Bestrebungen fast gar nicht von den anarchistischen
Klubs. „Ja, er steht zu einem jeden derselben, die sich unter
einander bitter befehden, in freundschaftlichem Verhältniß, be-
zeichnet sich auch als 11. Sektion des Kommunistischen Arbeiter-
Bildungsvereins, während der anarchistische Klub in Whitfield-
street (der erwähnte Whitsieldklub) als 1. Sektion und die
„Morgenröthe" als 111. Sektion bekannt sind. Sie sind eben
alle drei aus dem von Karl Marx. Scherzer und Engels im
Jahre 1848 gegründeten „Kommunistischen Arbeiter-Bildungs-
verein" hervorgegangen." Arbeiter-Bildungsverein l Welcher
Hohn l Es mag hier festgenagelt werden, daß ein Herr Leopold
Kätscher in seinem bei Reclam erschienenen Büchlein „Aus Eng
land", nachdem er mit Recht hervorgehoben hat. daß traurig
viele der Deutschen Londons durch Mangel an Arbeit und Brot
getrieben in das Verbrecherthum versinken und so das Ansehen
des deutschen Namens empfindlich schädigen, wörtlich fortfährt:
„Der gut organisirte und groß angelegte kommunistische Ar-
beitcr-Bildungsverein zieht viele eingewanderte Deutsche an sich;,
allein kann er indeß auch nicht helfen." Wenn die Engländer
den Deutschen vorwerfen, die englischen Arbeiter mit den sozial-
revolutionären Ideen, welche ihnen vordem gänzlich fremd wa-
ren, bekannt gemacht zu haben, so kann man ihnen mit vollem
Recht entgegenhalten: Warum gewährt ihr den schurkischen
Verfechtern jener gefährlichen Ideen ein Asyl?
Unleugbar herrscht in weiten Kreisen der englischen Gesell-
schaft, besonders in den mittleren und unteren Schichten, Haß
und Erbitterung gegen Alles, was deutsch heißt. Zum Theil
mag dieses von der steigenden Konkurrenz herrühren, welche
Deutschland dem englichen Welthandel macht, zum Theil - so-