Full text: Schutz dem Arbeiter!

Periode von 10 Jahren zusammengestellt. Dieselben sind auf die gleiche 
Tageszahl, die gleiche Spindelzahl und die gleiche Feinheitsnummer M»' 
gerechnet. Die Maschinen waren während der ganzen Periode die näim 
lichen. In den ersten fünf Jahren 1873—1877 betrug die tägliche 
Arbeitszeit zwölf Stunden, in den folgenden fünf Jahren nur elf Stundet 
Für das Jahr 1873 ist die Verhältnißzahl gleich 100 angenommen! 
dann gab es im Jahr 
1874 98,5 
1875 106,7 
1876 104,8 
1887 102,1 
1878 97,6 
1879 101,9 
1880 104,5 
1881 110,8 
1882 102,6 
Das Mittel der ersten Periode betrügt also 102,4, das der zweite» 
103,5. — Bemerkenswerth ist, daß im ersten Jahre nach der Reductio» 
auf 11 Stunden die Zahl plötzlich auf 97,6 fiel und dann aber 
stieg, bis die frühere Zahl nicht nur erreicht, sondern noch etwas übe»' 
troffen war. Die Schwankungen zwischen den einzelnen Jahren komme» 
davon her, daß nicht immer derselbe Rohstoff verarbeitet und dieselbe 
Garnqualität gesponnen wurde. 
Ein solch günstiges Resultat ist, wie schon angedeutet, nur in f 
wissen Fällen zu erreichen. Uebrigens kommt nicht bloß die Intensiv^» 
der Arbeit in Betracht, auch durch Verbesserung der Einrichtungen, ^ 
Maschinen rc. wird sich die Verminderung der Production durch 
kürzung der Arbeitszeit leicht wieder ausgleichen lassen. So ergebend' 
Ziffern der Baumwoll-Ein- und Ausfuhr, daß in der Schweiz in der Period 
von 1870—1877 im Durchschnitt pro Jahr 200 891 Doppelcentner N» 
in der Periode 1878—1886 222 842 Doppelcentner rohe Baunşş 
und Baumwollabfälle im Lande verarbeitet wurden. Also in der zweites 
Periode etwa 9 Procent mehr als in der ersten. Von einer şş 
Mehrung der Etablissements und der Spindelzahl rührt diese Zunahme o# 
nicht her; denn nach Zusammenstellungen des schweizer Spinner-, Zwirns 
und Weber-Vereins ist seit 1877 eine Anzahl Etablissements eingegaüg^ 
und die Spindelzahl hat dadurch und durch Aenderung der Systeme "» 
Betriebseinrichtungen um etwa 2 1 /* Procent abgenommen. ^ 
„Es ergibt sich in der Periode seit Einführung des Fabrikgesetzes gegenüber 
gleich langen Periode unmittelbar vorher eine Mehrproduction an Garn pro Spindel v 
11 Procent. Diese Mehrlieferung rührt nun jedenfalls daher, daß erstens die ne Ļ I 
Maschinen mehr leisten und daß zweitens die durchschnittliche Feinheitsnummer des . 
spinnstes gesunken ist. War dieselbe in der ersten Periode Nr. 60, so dürfte sie heute a 
52 gesunken sein, wenn nicht noch tiefer. Die Zahl der Spinnerei-Arbeiter aber hat ^ 
15 Jahren um ca. 2000 abgenommen, zum Theil wegen verbesserter Maschinen, zum 
wegen Eingehen einzelner Etablissements und durch Wegfall der Kinderarbeit."
	        
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