Full text: Das Unternehmen und der Unternehmergewinn vom historischen, theoretischen und praktischen Standpunkte

empirischen Untersuchungen des dritten Teiles unseres Buches 
zurück. 
nlm Antange jeder Volkswirtschaft«, führt Koscher aus, nist 
natürlich die Selbstproduktiou der Konsumenten überwiegend, später 
hin, bei etwas mehr entwickelter Arbeitsteilung, die erst gelegent 
liche, dann berutsmäßige fixierte Übernahme von Bestellungen; 
höherer Kulturstufe, zumal auch bei der hier immer 
größeren Freiheit der Arbeiter, der Kapitalien und des Verkehres, 
die Unternehmungen eine immer wachsende Bolle zu spielen und 
immer mehr auf eigene Gefahr gestellt zu werden pflegen.« Den 
Unternehmergewinn nennt er nUnternehmerlohn« und sagt von ihm: 
»Dieser Unternehmerlohn gehorcht nun weséntlich denselben Natur 
gesetzen, wie der Arbeitslohn überhaupt. Nur insofern unterscheidet 
er sich von allen übrigen Eiukommenszweigeu, als er nie aus 
bedungen werden kann, vielmehr in dem Überschüsse besteht, welchen 
der Ertrag der Unternehmung über alle ausbedungenen oder landes 
üblich berechneten Grundrenten, Kapitalzinseu und niederen Arbeits 
löhne darbietet.« Wie innig er sich an Say anlehnt, erhellt daraus, 
dass er die Höhe des Unternehmergewinnes a) von den persönlichen 
Eigenschaften, h) von der Gefahr des Vermögens und der Ehre, 
c) von den Unannehmlichkeiten abhängig macht, dass er sagt: 
»Wenn das Geschäft übel geht, so kann sich der besoldete Direktor 
in ein anderes berufen lassen; die kummervoll durchwachten Nächte 
hat der Unternehmer und — wie oft sind dergleichen Nächte pro 
duktiv!« Weiters beweisen dies Sätze wie: »Der Unteruehmerlohu 
ist derjenige Zweig des Volkseinkommens, worin die meisten neuen 
Keichtümer gebildet werden« und: »Man darf nicht vergessen, 
dass die in wirtschaftlichen Dingen sachkundigsten, scharfsichtigsten 
und rühiigsten Menschen eben der Unteruehmerklasse angehören.« 
Einen ähnlichen Standpunkt nehmen die vor Koschers Auf 
treten bekannt gewordenen Schriftsteller Eisein und Kau ein, und 
ich nenne sie nur deshalb nicht unter den vorigen, weil sie die 
notwendige und charakteristische Eigenschaft der Gefahr, welche 
Koscher im Unternehmen findet, mit dem Unternehmergewinn nicht 
in Verbindung bringen und Unternehmungen voraussetzten, welche 
ohne die Eigenschaft der Gefahr gedacht werden können. 
Eisein ') kommt durch die Erwägung, dass im Unternehmer 
gewinne einerseits eine Art Arbeitslohn als Vergeltung für die 
*) Die Lehre von der Volkswirtschaft (Halle 1843).
	        
Waiting...

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.