Full text : Das Unternehmen und der Unternehmergewinn vom historischen, theoretischen und praktischen Standpunkte

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demnach  das  Unternehmen  die  wirtschaftliche,  auf  den  Kapitalgewinn ­
  berechnete  Thätigkeit  der  wirtschaftlichen  Persönlichkeit  und
ihres  Handlungskapitals«.  Er  sagt  über  das  Unternehmen  weiter:
jiDie  Aufgabe  und  damit  der  Inhalt  dieser  Thätigkeit  wird  sonach'
zum  wissenschaftlichen  System  der  Lehre  von  der  Unternehmung,
indem  man  dieselbe  in  ihre  einzelnen  Momente  auflöst,  und  ihren
formellen  inneren  Zusammenhang  auf  das  Gesetz  des  Wertes  zurückffihrt.
  —  Darnach  ist  der  erste  Teil  des  Unternehmens  die  Erzeugung ­
  von  Gütern  aus  den  beiden  elementaren  Faktoren  aller  Gutsbildung, ­
  dem  Kapitale  und  der  Arbeit.  Der  zweite  Teil  dagegen  hat
die  Aufgabe,  vermöge  dieser  Güterbildung  aus  der  Produktion  der
Unternehmung  den  Wert  dieser  Produkte  in  der  Weise  herzustellen,
dass  die  Grundlage  aller  Kapitalbildung,  die  Differenz  zwischen  den
Gestehungskosten  und  dem  Verkehrspreise,  in  jedem  einzelnen  Verkehrsakte ­
  der  Unternehmung  und  dadurch  auch  in  der  Unternehmung
als  Ganzes  erreicht  werde,  um  aus  dieser  Differenz  dann  den  Unternehmungsgewinn ­
  zu  bilden  und  in  seiner  Verteilung  zu  der  Urquelle
derselben,  der  Einzelpersönlichkeit  und  ihrer  wirtschaftlichen  Entwickelung ­
  zurückzukehren.  Betrachtet  man  daher  das  Unternehmen
zunächst  für  sich,  so  zerfällt  es  in  zwei  Teile,  die  wir  jetzt  als  den
Betrieb  und  das  Geschäft  der  Unternehmung  bezeichnen.  Der  Betrieb ­
  erzeugt  das  Produkt,  das  Geschäft  seinen  Wert«.  Über  den
Unternehmergewinn  schreibt  er  (S.  312):  «Der  Unternehmergewinn
ist  der  Reinertrag  des  Handlungskapitals,  erzeugt  durch  die  Differenz ­
  zwischen  Ausgaben  und  Einnahmen,  und  bestimmt  dazu,  das
Ergebnis  der  kapitalbildenden  Kraft  der  Unternehmung  selbständig
vom  Handlungskapitale  abzulösen  und  es  wieder  zum  Einzelnkapitale
zurückzuführen,  aus  welchem  jenes  selbst  entstanden  ist.  Er  entsteht ­
  daher  in  seinen  Elementen  wie  jeder  Reinertrag,  und  seine
Bestimmung  ist  in  dem  allgemeinen  Wesen  des  letzteren  gegeben,
lillein  die  Faktoren,  die  ihn  erzeugen,  sind  keine  einfachen  mehr,
wie  im  Begriffe  des  Gutes  und  selbst  in  dem  der  Wirtschaft;  das
ganze  wirtschaftliche  Leben  der  Unternehmung  ist  tausendfach  mit
dem  aller  anderen  verflochten;  sie  produziert  für  Dritte,  konsumiert
nur  duich  sie,  und  schon  ihr  Ertrag,  geschweige  denn  ihr  Reinertrag,
wird  bedingt  nicht  mehr  bloß  durch  jene  abstrakte  Wert-  und  Preisbildung, ­
  sondern  durch  die  Zahlungs-  ja  sogar  durch  die  Kreditfähigkeit ­
  Dritter,  die  wieder  ihrerseits  von  derjenigen  des  Vierten
und  sofort  abhängen.  Die  eigenen  Verpflichtungen  ändern  damit
auch  die  Natur  der  Eingänge;  sie  sind  selbst  nicht  mehr  immer
            
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