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zu unterscheiden, was da das Natürliche und Gesunde und was das
Krankhafte ist.
wEin erfahrener Franzose, Godard«, so berichten Roscher und
Rau, «rechnet im Allgemeinen, dass von hundert versuchten oder
angefangenen gewerblichen Unternehmungen zwanzig zu Grunde
gehen, bevor sie irgend Wurzel gefasst haben: fünfzig bis sechzig
vegetieren kürzere oder längere Zeit in beständiger Gefahr des
Unterganges, und höchstens zehn kommen zu bedeutender oft nicht
einmal dauernder Blüte.« Obgleich wir bedauerlicher Weise keine
zuverlässige Statistik über die Lebensbewegungen der verschiedenartigen
Unternehmungen besitzen, was wohl eine Aufgabe der Staatsver
waltung wäre, so muss uns die Angabe Godards nach dem sinn
lichen Eindrücke des geschäftlichen Lebens richtig erscheinen, und
wir sehen, dass es keineswegs eine lohnende Aufgabe ist, an ein
Unternehmen sein ganzes Können, seine ganze Persönlichkeit zu
setzen, Unternehmer zu werden. Wir werden dies in dem wirt
schaftspolitischen Teile unseres Buches näher zu untersuchen bestrebt
sein. Aber schon der Umstand, dass ja der Unternehmer durch seine
Thätigkeit den gechäftlichen Konjunkturen nicht nur die Deckung
seiner Bedürfnisse, aber ein Mehr, einen Überschuss über dieselben
abringen muss, lässt es uns klar erscheinen, wie schwer das Ziel
eines Unternehmens zu erreichen ist. Wenn die Wirtschaft nur jene
Menge an Gütern zu erwerben hat, welche die Bedürfnisse des
Wirtschafters zu decken gerade hinreicht, so ist ja die Aufgabe des
Unternehmers noch immer nicht erfüllt bei diesem Ziele; und selbst
wenn ein Überschuss an Gütern sich ergibt, so müssen dieselben
erst einen Wert erhalten und zu Kapitalien werden, und welch
mächtiger Feind entsteht oft mit dem Überschüsse zugleich gegen
dieses Ziel — durch die Überproduktion !
B. Exakte Untersuchungen.
Der Weg, den die Menschheit zu durchschreiten
hat, ist streng determiniert: er beginnt da, wo die
Lebensbedingungen für das Menschengeschlecht be
ginnen, er endigt dort, wo sie auf hören. Der Mensch
ist ein Produkt dieser Lebensbedingungen, er ist ein
Kapital der Natur.
Die Lebensbedingungen des Menschengeschlechtes werden einer
seits von der Natur selbst verbessert, und andererseits strebt der