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liehe Momente entgegen. Sie sind also keine Kapitalien, tragen aber
schon die Fähigkeit in sich, es zu werden, wenn sie die Thätigkeit
des Menschen mit anderen Gütern in Verbindung bringt.
Diese Thätigkeit ist die Unternehmerthätigkeit.
Das Unternehmen schafft Kapitalien, und auch die Güter erster
Ordnung sind dann Kapitalien, wenn sie nicht durch Arbeit,
sondern in gemeinsamer Thätigkeit des ganzen persönlichen Kapitals
entstanden sind; denn dann sind sie in einer Mehrheit geschaffen,
welche ihre Entstehung der Eignung verdankt, dass sich ihre Teile
gegenseitig zu Produktionsmitteln, zu außerpersönlichen Kapitalien,
erheben.
Das Unternehmen ist die Thätigkeit mit allen
drei Elementen des persönlichen Kapitals in einer
Person vereinigt, die Arbeit ist die Thätigkeit mit
einem oder dem anderen elementaren Teile des persön
lichen Kapitals.
Die persönlichen Kapitalien einer höheren Ordnung entstehen
durch die dreieinige Thätigkeit aller persönlichen Kapitalien erster
Ordnung im Menschen selbst:
Aus der Nährthätigkeit -f Lehrthätigkeit 4- Wehrthätigkeit multi
pliziert mit der Natur des Körperlichen im Menschen entsteht
= 1. die Geschicklichkeit;
Nährthätigkeit -f Lehrthätigkeit + Wehrthätigkeit X Intellekt
= 2. die Kenntnisse;
Nährthätigkeit -f Lehrthätigkeit + Wehrthätigkeit X Temperament
= 3. die Sittlichkeit.
Diese Produkte sind wirkliche Kapitalien und sie könnten nur
persönliche Güter genannt werden, wenn sie nicht untrennbar im
Menschen vereinigt und nicht produktionsfähig, wenn sie aus Arbeit
und nicht aus der Unternehmerthätigkeit entstanden wären. Sie
entstehen aber durch das Zusammenwirken aller drei Elemente des
persönlichen Kapitals erster Ordnung, so dass immer ein Element
potenziert erscheint: in der Geschicklichkeit die Körperlichkeit, in
den Kenntnissen der Intellekt, in der Sittlichkeit das Temperament.
Durch die Deckung der Bedürfnisse werden diese Kapitalien auch
nicht vernichtet, und sind stets geeignet, in Verbindung mit Arbeit
der Natur neue Güter abzuringen. Und ihr eigentümliches Wesen
besteht darin, dass sie durch den Gebrauch vermehrt, dagegen